Europaspange
Grüne kämpfen gegen Waldviertelautobahn an

<f>Ferry Kammerer,</f> Silvia Moser, Christa Sarcletti und Manfred Stattler kämpfen gegen die geplante Waldviertelautobahn.
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Partei will gleichgesinnte Waldviertler mobilisieren, bevor die Waldviertelautobahn im Bundesstraßengesetz verankert wird.

BEZIRK GMÜND / WALDVIERTEL. "Wir haben die Autobahn schon in unserer Einladung als Waldviertel-Transit-Autobahn bezeichnet - was sie auch sein würde, so sie käme", sagt Manfred Stattler als Bezirkssprecher der Grünen, der zusammen mit Ferry Kammerer, Silvia Moser und Christa Sarcletti zu einem Pressegespräch in Gmünd geladen hat. Die Grünen wollen gegen die von der Landesregierung geplante Waldviertelautobahn mobilisieren. "Das ist keine Autobahn für die Waldviertler - deswegen wehren wir uns gegen diesen Namen. Das ist eine Autobahn durch das Waldviertel für die Frächter", meint Landtagsabgeordnete Silvia Moser bezüglich der Verbindung von S3 (Weinviertler Schnellstraße) und S10 (Mühlviertler Schnellstraße). Die Fahrzeit nach Wien würde für einen Waldviertler laut ihr kaum reduziert werden.

Autobahn widerspreche Klimazielen

Die Grünen berufen sich neben Feinstaub, Abgasen, Salzstreuung und Lärm vor allem auf Flächenverbrauch und Bodenverlust. So würde der Autobahnbau den Zielen des internationalen Bodenbündnisses ELSA und des Klimabündnisses, denen das Land Niederösterreich beigetreten ist, widersprechen. Denn für Österreich sieht die EU-Klimastrategie eine Reduktion von 36 Prozent der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor gegenüber 2005 vor. Ohne eine deutliche Verkehrsreduktion ist dies nicht erreichbar. "Es gibt im Waldviertel nicht das Verkehrsaufkommen, das die Errichtung einer Autobahn durch die Region rechtfertigt. Ein Autobahnbau würde ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erst erzeugen", meinen die Parteivertreter geschlossen. Ihrer Meinung nach sollten der Breitbandausbau und der öffentliche Verkehr Vorrang haben. "Wir reden locker von über fünf Milliarden Euro die für die Autobahn gebraucht werden. Ich will mir gar nicht vorstellen, wo man dieses Geld in unserer Region investieren könnte", sagt Moser. "Ein zweispuriger Ausbau der Franz-Josefs-Bahn wäre damit kein Problem", pflichtet ihr Stattler bei.

Wirtschaftswachstum?

Zum angedachten Streckenverlauf ... Vitis - Gmünd - Weitra ... sagt der Schremser Gemeinderat Ferry Kammerer: "Die Dimension ist mir als Anrainer nicht vorstellbar. Schrems wäre nicht mehr lebenswert." Und Silvia Moser schließt sich an: "Ich lade gerne einmal alle ein zu mir zu kommen und sich den Lärm der Umfahrung Zwettl in meinem Schlafzimmer anzuhören. Selbst der ist massiv, aber es handelt sich um Peanuts im Vergleich zu einer Atuobahn." Argumente wie eine Autobahn als Mittel gegen die Abwanderung oder zur Schaffung von Arbeitsplätzen, wollen die Grünen nicht gelten lassen. "Autobahnbau und Wirtschaftswachstum sind längst entkoppelt", meinen sie.

Petitionen

Die Grünen haben, wie auch das Verkehrsforum Waldviertel, eine Petition gegen den Bau der Waldviertelautobahn gestartet und konnten bereits mehr als 1.000 Unterschriften sammeln. 2.000 sind das Ziel.

&lt;f&gt;Ferry Kammerer,&lt;/f&gt; Silvia Moser, Christa Sarcletti und Manfred Stattler kämpfen gegen die geplante Waldviertelautobahn.
Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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