„Healthacross in practice“

Qualitätsmanager Manfred Mayer, Pflegedirektor Robert Eberl, Betriebsrätin Elisabeth Hofmann, Landesrat Ludwig Schleritzko, ärztlicher Direktor Primarius Manfred Weissinger, ärztlicher Standortleiter Primarius Michael Böhm, stv. kaufmännische Standortleiterin Doris Miniböck.
  • Qualitätsmanager Manfred Mayer, Pflegedirektor Robert Eberl, Betriebsrätin Elisabeth Hofmann, Landesrat Ludwig Schleritzko, ärztlicher Direktor Primarius Manfred Weissinger, ärztlicher Standortleiter Primarius Michael Böhm, stv. kaufmännische Standortleiterin Doris Miniböck.
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GMÜND. Landesrat Schleritzko besuchte vergangene Woche das Landesklinikum Gmünd, um sich über das grenzüberschreitende EU-Projekt „Healthacross in practice“ direkt vor Ort zu informieren.
Beim Antrittsbesuch des neuen Landesrates und NÖGUS-Vorsitzenden DI Ludwig Schleritzko stand das Gmünder Vorzeigeprojekt „Healthacross in practice“ im Vordergrund – ein Projekt des NÖGUS in Zusammenarbeit mit dem Landesklinikum Gmünd.
„Healthacross in practice ist unser Pionierprojekt in Richtung einer langfristigen grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung. Wir führen aktuell Gespräche mit den beteiligten Organisationen in Südböhmen und werden voraussichtlich im Herbst 2017 tschechische Patienten nicht nur ambulant, sondern auch stationär behandeln können“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat DI Ludwig Schleritzko.
Seit 2013 in einer Pilotphase erstmals tschechische Patienten im Landesklinikum ambulant versorgt werden konnten, fand die Erfolgsgeschichte der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung eine kontinuierliche Fortsetzung. Die Inanspruchnahme der angebotenen Leistungen stieg aufgrund der unmittelbaren Versorgung jährlich an.
„Bisher wurden bereits 3.800 tschechische Patienten im Landesklinikum Gmünd behandelt. Der Übergang in einen Regelbetrieb im Jahr 2014 verlief praktisch reibungslos“, so Prim. Prof. Univ. Doz. Dr. Manfred Weissinger, ärztlicher Direktor im Landesklinikum Gmünd.
„Die anfangs mit Skepsis betrachtete Sprachbarriere stellte sich als unproblematisch heraus, da viele tschechische Patienten Deutsch sprechen, ärztliches und Pflegepersonal teilweise Tschechisch spricht und der Rest durch Dolmetscher im Haus bzw. ein Videodolmetschsystem abgedeckt werden kann“, erklärte Prim. Dr. Michael Böhm, ärztlicher Standortleiter im Landesklinikum Gmünd.

Projektleiterin Mag. Elke Ledl informierte die anwesenden Gäste, dass das grenzüberschreitende Gesundheitsprojekt inzwischen auch international bekannt und anerkannt ist. Besuche von Delegationen aus Gesundheitseinrichtungen anderer europäischer Länder bestätigen das überregionale Interesse. Inzwischen wird auf der Homepage der Weltgesundheitsorganisation WHO „Healthacross in practice“ als niederösterreichisches „Best practice“ Beispiel für grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung geführt.

Grenzüberschreitende Kooperationen gewinnen auch im Gesundheitssektor zunehmend an Bedeutung. Eine Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsorganisationen und Gesundheitsdienstleistern über die Landesgrenzen hinweg ist besonders für weniger dicht besiedelte Regionen in größerer Entfernung zu städtischen Gebieten wichtig, um eine hochqualitative, rasche und vor allem wohnortnahe Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Mittels Krankenhaus-Kooperation kann man beispielsweise das Einzugsgebiet der Krankenhäuser vergrößern und die Auslastung sowie die Kosten durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen optimieren. Auf Grund der vorhandenen Gesundheitsinfrastruktur gewinnt die Region an Attraktivität, Investitionen in die Region steigen, Arbeitsplätze werden geschaffen und Abwanderungsraten gesenkt.

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