"Heiße 6" und "Blacky Jacky": Heidenreichsteiner entwirft Spiele

Der Heidenreichsteiner Johannes Krenner entwirft zweitberuflich Spiele, unter anderem "Black Jacky".
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HEIDENREICHSTEIN (eju). Das gibt es auch nicht alle Tage: Ein Heidenreichsteiner lebt seine Kreativität beim Erfinden von Spielen aus und findet dabei mit  dem Kartenspiel "Black Jacky" auch noch Aufnahme in den elitären Kreis bei Ravensburger, einer der Spiele-Hochburgen überhaupt. Die Bezirksblätter haben mit dem innovativen, ausgebildeten Grafiker gesprochen.

BB: Wie wird man Spieleautor, ist das ein verwirklichter Kindheitstraum?
JOHANNES KRENNER: "Hmm, ja und nein. Natürlich habe ich schon als Kind gerne gespielt und Spiele erfunden. Welches Kind macht das nicht gerne? Auf der anderen Seite sehe ich das Hobby Spielen nicht zwangsläufig als Domäne der Kinder. Viele meiner Spiele richten sich an ein erwachsenes Publikum. Also ein verwirklichter Lebenstraum?"

Gab es damals noch nicht die richtigen Spiele?

"Wie in vielen anderen Branchen gibt es auch hier Entwicklungen und Trends. Ab 1995, als ich 10 Jahre alt war, kamen »Siedler von Catan« und andere moderne Gesellschaftsspiele heraus. Davor sah es schon ein bisschen trist aus."

Ist der Spielemarkt heutzutage nicht bereits sehr voll mit neuen Spielen?

"Ja, es gibt tausende Neuheiten jedes Jahr. Das finde ich auch grundsätzlich gut, solange die Qualität passt. Ich bin sogar gespannt; es ist ja auch noch nicht jedes Buch geschrieben."
Wie schafft man es, eine große Firma wie Ravensburger auf sich aufmerksam zu machen?
"Mittels einer Agentur: In meinem Fall arbeite ich bei allen Projekten eng mit der Wiener Agentur WhiteCastle zusammen."

Ist das ein Job, den man hauptberuflich machen kann?
"Nein, aber man kann das Glück haben mit einem Produkt einen so großen Erfolg zu landen, dass sich das mit der Erwerbsarbeit eine Zeit lang erübrigt. Vom Spiele-Erfinden allein leben im deutschsprachigen Raum keine Hand voll. Das braucht eine gute Idee und sehr, sehr viel Glück."

Demnächst kommt mit „Die heiße 6“ ein Spiel von Ihnen im Eigenverlag heraus. Wie groß ist dabei das finanzielle Risiko?
"Grundsätzlich würde ich wegen dem finanziellen Risiko jedem davon abraten. Das ist bei mir ein Spezialfall, da ich selber Grafik-Designer bin und daher viele Kosten wegfallen. Außerdem ist das Spiel »heisse 6« ist ein kleines Kartenspiel, wodurch sich die Kosten in überschaubaren Grenzen halten."

Wo liegt der momentane Trend bei Spielen, was wollen die Menschen?
"Wenn ich das wüßte ;-). Ich fürchte, das lässt sich nicht einfach beantworten, da es unterschiedliche Geschmäcker und Bedürfnisse gibt. Für die meisten Menschen ist wichtig, dass die Spiele besonders leicht zu erlernen sind. Für Spiele-Interessierte steht im Vordergrund, dass das Spiel interessante Entscheidungen und Innovationen beinhaltet."

Demnächst wird Johannes Krenner im Eigenverlag "Die heiße 6" herausbringen. Durch Crowdfunding kann sein Projekt unterstützt werden: goo.gl/ZbFqxH.

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