Unsere Lainsitz
Historischer Wirtschaftsstandort

Mit Blick von der Lainsitzbrücke Richtung Mühlgasse in Gmünd.
7Bilder
  • Mit Blick von der Lainsitzbrücke Richtung Mühlgasse in Gmünd.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Angelika Cenkowitz

BEZIRK GMÜND. Historisch gesehen war die Lainsitz früher eine wichtige Grundlage für Industrie und Handwerk. Bald nach ihrem Ursprung in der Nähe des Aichelberges bei Karlstift befand sich im Joachimstal die Hirschensteiner Glashütte um die sich damals auch einige Häuser ansiedelten. Unter Bad Großpertholz wurde im 18. Jahrhundert die Papiermühle gegründet, die heute noch existiert.

Die Lainsitz als Wirtschaftsstandort

Das Gabrielental in Weitra, in dem neben der Lainsitz im Jahr 1902 eine Elektrizitätswerk errichtet wurde, wird auch heute noch als Erholungsgebiet genutzt. Hier befand sich Anfang des 20. Jahrhunderts auch ein Bad. In der Stadt Weitra, die damals im Waldviertel ein großes Zentrum für die Wirtschaft war, gab es zahlreiche Mühlen wie zum Beispiel die Waschkamühle, die Seidl- oder Bürgermühle oder die Winklermühle. Die älteste bekannte Mühle wurde im 14. Jahrhundert erwähnt, jedoch aufgrund der bereits im 12. Jahrhundert erfolgten Gründung der Stadt Weitra werden bereits damals die ersten vermutet. Bis zum 16. Jahrhundert existierten in der die Stadt Weitra und Umgebung insgesamt neun Mühlen. Im 13. Jahrhundert wurde auch die Sägemühle in Unserfrau gegründet. Aber auch das Handwerk der Ledergerberei wurde in dieser Gegend an der Lainsitz im "Lederthal" in Weitra ausgeübt. Neben der Gerberei gab es auch Walkmühlen. Das Lederthal wurde um das Jahr 1340 im Zusammenhang mit der Gründung des ehemaligen Bürgerspitals in Weitra, das sich an der Lainsitz befindet, erstmals erwähnt. In diesem Bereich befanden sich im 14. Jahrhundert auch die ersten Malzhäuser, die für die Aufweichung der Gerste viel Wasser benötigten. Der Prozess der Röstung der Gerste war feuergefährlich und ein Standort neben der Lainsitz war ideal. Der damalige Weiherbach, der in diesem Bereich in die Lainsitz mündete war auch ein Standort mehrerer Mühlen. 

Ehemaliges Elektrizitätswerk bei Weitra

Das Elektrizitätswerk im Gabrielental bei Weitra.
  • Das Elektrizitätswerk im Gabrielental bei Weitra.
  • Foto: Quelle: Historisches Weitra
  • hochgeladen von Angelika Cenkowitz

Das Elektrizitätswerk im Gabrielental bei Weitra wurde im Jahr 1902 im Auftrag der Stadt errichtet. Bei der Mündung des Wultschaubaches in die Lainsitz wurde ein Wehr gebaut, und das Werk lieferte bis zum Anschluss an das Stromnetz im Jahr 1954 Strom. 1970 wurde das Gebäude abgerissen, und seit 1987 befindet sich an dieser Stelle ein Kleinkraftwerk, das wieder das alte Wehr und den Kanal benutzt.

Weiter die Lainsitz hinab hatte der Fluss bei Wielands zwei Verläufe wobei einer für die Auhof Mühle und die Hauptmannmühle, die ihm 19. Jahrhundert bestanden, genutzt wurde.

Diese Karte zeigt eine alte Ansicht nähe Wielands an der jetzigen Bundesstraße.
  • Diese Karte zeigt eine alte Ansicht nähe Wielands an der jetzigen Bundesstraße.
  • Foto: Quelle: atlas.noe
  • hochgeladen von Angelika Cenkowitz

Die Mühlen wechselten mit ihren Besitzern damals häufiger den Namen, auch aber waren Mühlen nach dem Produkt benannt dass verarbeitet wurde. In Gmünd betrieb die Firma Bobbin eine Sägemühle und in der Mühlgasse in Gmünd befand sich damals die Weißgerber Walke.

Autor:

Angelika Cenkowitz aus Gmünd

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Wirtschaft

Corona-Krise gemeinsam meistern
Hilfe vor Ort mit dem österreichweiten Netzwerk #schautaufeinander

In Ausnahmesituationen wie diesen stehen die Menschen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die Regionalmedien unterstützen dies in allen Bundesländern und Bezirken Österreichs mit dem Netzwerk #schautaufeinander. Hier könnt Ihr Dienste suchen oder anbieten, die uns gemeinsam durch diese Krisenzeiten helfen. Du suchst jemanden, der/die notwendige Lebensmittel nach Hause liefert? Du willst dich in deiner Nachbarschaft nützlich machen, oder gibst online Nachhilfe? Dann poste doch deinen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen