Kleinpertholzerin Nina Martin (Hlava) stellt pantomimischen Weltrekord auf

Pantomimin Nina Martin und Notar Mathias Drachsler bei der Beglaubigung des Weltrekordes.
  • Pantomimin Nina Martin und Notar Mathias Drachsler bei der Beglaubigung des Weltrekordes.
  • Foto: Akos Burg
  • hochgeladen von Eva Jungmann

KLEINPERTHOLZ/WIEN (eju). Die gebürtige Kleinpertholzerin Nina (Hlava) Martin ist ausgebildete Pantomimin und seit wenigen Tagen auch Inhaberin eines Weltrekordes: Der Pantomime Weltrekord wurde am Freitag mit dem Notariatssiegel beglaubigt. Nina Martin hatte am Rosenmontag trotz empfindlicher Kälte exakt um 11.11 Uhr auf der Mariahilferstraße eine 1.111 Meter lange pantomimische Dauer-Choreografie absolviert, im Zuge derer sie als "Pierrette", der weiblichen Form des "Pierrot", imaginären Schmetterlingen nachjagte oder einen Zeitlupen-Lauf absolvierte und damit die Passanten verzauberte, um, wie sie betont, "die Pantomime wieder ins Gedächtnis der Menschen zu rufen".

Notariell beglaubigt

Nun ist es amtlich: Diese Performance brachte ihr den Pantomime-Weltrekord ein. Dieser wurde vergangene Woche vom Wiener Notar Dr. Mathias Drachsler beglaubigt. Wie kommt man aber zur Pantomime? Nina Martin weiß die Antwort ohne viel Aufhebens: "Pantomime ist eine Theaterform, die ohne Worte auf der ganzen Welt verstanden wird."

Seit Kindheit auf der Bühne

Das Theater liegt der Waldviertlerin im Blut. Die Mimin mit tschechischen Wurzeln steht seit frühester Kindheit auf der Bühne, sie startete schon im zarten Alter von fünf Jahren bei der Heidenreichsteiner Laienbühne mit ersten Rollen. Ihr Vater Jan war Ende der 1960er-Jahre aus Tschechien nach Österreich geflüchtet und nach einem Zwischenstopp im Marchfeld und Port Elisabeth (Südafrika) schließlich in Kleinpertholz "gelandet" und hatte dort über Jahrzehnte mit seiner Frau Hilde erfolgreich den beliebten Gasthof  "Pertholzerhof Hlava" geführt.

Studium in Prag

Eine Karriere im Gastgewerbe strebte Nina Martin allerdings nie an. Vielmehr zog es sie immer wieder zum Theater und was lag da näher als eine entsprechende Ausbildung, zunächst in Wien, dann in der Schweiz, in Frankreich und schließlich in Prag, wo ihre Großeltern lebten und sie das Studium "Nonverbales und komödiantisches Theater" mit dem Doktortitel abschloss. Danach zog sie pantomimisch "in die Welt", die Reisen führten durch Europa und Asien und schließlich nach Amerika, wo sie auch ihren späteren Mann, den Gitarristen Paul Martin, kennenlernte. Bereits in Amerika unterrichtete Nina Martin Pantomime. Vergangenes Jahr kehrte sie gemeinsam mit ihrem Mann nach Österreich zurück. Die beiden siedelten sich in Wien an und eröffneten die Schauspielschule „Martin Music & Mime“. Dort unterrichtet sie nicht nur Pantomime, sondern auch Stepptanz. Welche Ziele hat sie nach dem Pantomime-Weltrekord?

Pantomime wieder sichtbar machen

Nina Martin: "Mir geht es um das Pantomime-Erbe, das ich im Sinne meines Prager Professors Boris Hybner weitergeben will. Pantomime hat in Tschechien und Frankreich einen viel größeren Stellenwert als in Österreich. Mein Traum wäre, dass man Pantomime auch in Österreich studieren kann und junge Leute sehen, dass es darin sogar einen Doktortitel gibt. Vielleicht wird aus meiner Schule irgendwann ein staatliches Institut. Mit Pantomime stehen einem alle Bühnen der Welt offen, weil man nicht auf die Sprache angewiesen ist."

Autor:

Eva Jungmann aus Gmünd

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