KOMMENTAR DER WOCHE 17/2011 von Ernest Zederbauer

Was bedeutet uns die Fastenzeit?

Wie haben Sie die Fastenzeit verbracht? Haben Sie auf etwas verzichtet, ein Opfer gebracht? Wenn ja, dann haben Sie vielleicht festgestellt, das Verzicht nicht nur einengt, sondern auch befreit. Fasten reinigt bekanntlich nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Gerade in früheren Zeiten, wo es den meisten Menschen gar nicht so gut ging, wusste man über die positive Wirkung des freiwilligen Fastens auf die Gesundheit durchaus Bescheid.
Doch für den modernen Menschen besitzt das Wissen der Ahnen, die Weisheit und Erkenntnis über der dieser Welt innewohnenden Zusammenhänge nur noch eine Existenzberechtigung, wenn es sich rechnet, möglich kurzfristigen Profit abwirft. Man betrachte nur das derzeitige Überangebot an esoterischen Büchern, Filmen, Vorträgen und Seminaren. Man braucht seine Wünsche nur mehr an das Universum zu richten und schon geht alles in Erfüllung. Zumindest für die Schöpfer dieser neuen Art von Literatur, sie schwimmen derzeit in dem Reichtum, den sie ihren Lesern versprechen.

Wir definieren uns nicht mehr über das „Sein“, sondern ausschließlich über das Haben. Das daraus sich ergebende Resultat ist, dass wir immer mehr haben wollen, um „etwas zu sein“. Ständig suggeriert uns die Werbung/Wirtschaft neue Bedürfnisse, um sie ebenso rasch zu befriedigen und durch neue, von außen an uns herangetragene Wünsche auszulösen, dies gilt als untrügliches Zeichen des Fortschritts, welcher unsere Gesellschaft unaufhörlich in immer höherem Tempo vorantreibt. Schon längst haben wir aufgehört zu fragen, wohin denn der Weg des Fortschritts überhaupt führen soll. In dieser Bewegung allein, im ständig neu angeheizten Konsum im internet-verkabelten „Globalen Dorf“ oder der Scheinbefriedigung einer Karriere in der Arbeitswelt erschöpfen sich heutige Zukunftsvisionen. Wie absurd und gefährlich die Ideologie des ständigen Wachstums ist, zeigt sich schon darin, dass allein die Stagnation dieses Wachstums genügt, um panische Reaktionen in der Wirtschaft, der Politik oder auf den Börsen heraufzubeschwören.

Haben Sie schon einmal versucht, ihrem zehnjährigen Sohn kein Handy zu kaufen? Oder ihrer fünfzehnjährigen Tochter Markenkleidung von Diesel oder Emmanuel o.ä. zu verbieten? Das geht doch nicht, man stempelt doch seine Kinder nicht zu Außenseitern in der Zeit gesellschaftlichen Drucks, oder?

In welcher Zeit leben wir denn?

Ihr
GR Ernest Zederbauer
WIR für WEITRA
Lange Gasse 174
3970 Weitra
0664/51 66 356
www.wirfuerweitra.at
Foto max

Autor:

max moerzinger aus Gmünd

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

2 Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.