Leserbrief zum Thema "Biobauern" von Erich Frasl Sen. aus Reingers

Interessiert las ich den Kommentar Ihrer Redakteurin Eva Jungmann in der Ausgabe 46 vom 15/16 November 2017, mit der Überschrift "Bio soll das Ziel aller Konsumenten sein“.
Ich bin, was Ihre Meinung über Biobauern und deren Produkte betrifft, mit Ihnen einer Meinung. Zwei Seiten weiter unter dem Titel „So Bio ist der Bezirk Gmünd“, konnte ich lesen, dass es im Bezirk Gmünd über 40 Prozent Bio Bauern gibt. Auch ich freue mich über diese hohe Dichte und schätze die Arbeit dieser Berufskollegen.
Was mich jedoch zum Schreiben dieses Briefes veranlasste, ist die Aussage der Redakteurin Eva Jungmann in dieser Kolumne : Kübelweise Antibiotika.
Diese Aussage zielt darauf hin, dass herkömmliche konventionelle Bauern ihre Tiere mit Antibiotka vollstopfen. Mit diesen Zeilen haben Sie bei weitem über das Ziel geschossen.
Sie bezichtigen somit alle anderen konventionell wirtschaftenden Bauern unseres Bezirks dieser Handlungsweise, was zweifelsohne eine Tierquälerei und eine Gesundheitsschädigung von Konsumenten wäre. Ich weiß nicht, woher Sie diese Daten und Zahlen nehmen. Ist Ihnen bewusst, dass Sie mit solchen Aussagen Angst produzieren und die Arbeit vieler Bauern schlecht machen? Alle diese Bauern arbeiten fleißig, ehrlich und rechtschaffen auf ihren Höfen. Lesen Sie selbst Berichte von diverser NGOS, die darauf abzielen Angst unter den Menschen zu schüren. Viele von diesen NGOs sind inzwischen millionenschwere Unternehmen geworden, die nur überleben können, wenn durch Angst die Menschen den Geldbeutel öffnen!
Unsere Bauern sind bestens ausgebildet. Es gab noch nie so sichere und hochwertige Lebensmittel. Die Tätigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit dem Boden und den Tieren, welcher für alle Bauern die Lebensgrundlage ist, steht in einem fundamentalen Gegensatz zu dem was in den Medien, leider auch in Ihrem, verbreitet wird.
Die Bauern haben es langsam satt, sich immer und überall beschimpfen und verunglimpflichen zu lassen. Bauern füttern nicht aus Jux und Tollerei kübelweise Antibiotika an ihre Tiere. Aber auch Tiere können krank werden. Dann jedoch steht ihnen auch das Recht zu, behandelt zu werden. Der Hoftierarzt legt fest, welches Medikament, wann und wie lange eingesetzt wird. So wie auch bei Biobetrieben. Die Kontrollen bei einem Einsatz von Medikamenten in besonderen bei Antibiotika werden strengstens überwacht. Es ist genau vorgeschrieben, wie lange keine Milch oder kein Fleisch in den Lebensmittelbereich kommen darf. Fragen Sie bitte bei einer Molkerei oder Schlachthof nach! Ich habe gemeinsam mit meiner Frau eine Generation lange unseren Hof auf herkömmliche Art geführt. Inzwischen führen diesen mein Sohn und meine Schwiegertochter in gleicher Art und Weise weiter. Ich helfe dabei noch gerne mit und kenne somit genau die Abläufe in unserer Landwirtschaft. Wir laden Sie gerne ein uns zu besuchen und sich ein Bild davon zu machen, wie Tiere auf einen nicht Biobetrieb gehalten, gefüttert und gepflegt werden.

Erich Frasl sen., Reingers 26 via E-Mail

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