Strassensperre Illmanns verärgert

Die neue Brücke in Illmanns wurde binnen circa sechs Wochen fertiggestellt.
  • Die neue Brücke in Illmanns wurde binnen circa sechs Wochen fertiggestellt.
  • Foto: Mikscha
  • hochgeladen von Eva Jungmann

ILLMANNS (eju). Seit 29. August wurde im Ortsgebiet von Illmanns ein Brückendurchlass an der B5 erneuert. Das war insofern eine schwierige Aufgabe, als es dabei nötig wurde, den Winkel des Bachdurchlasses durch die Straße zu ändern. Dadurch musste die neue Brücke um etwa ein Drittel verlängert werden, wie Brückenmeister Josef Prinz im BB-Gespräch erläuterte. Insgesamt sei so eine Baustelle technisch und logistisch durchaus eine Herausforderung. Man habe sich bemüht, die Baustelle erst nach dem Reingerser Traktorrennen zu beginnen und vor dem Oktoberfest in Leopoldsdorf wieder abzuschließen, damit beide Veranstaltungen nicht durch den Brückenbau und die nötige Umleitung in Mitleidenschaft gezogen würden.

Schwerverkehr durch Dörfer

Die besagte Umleitung wurde natürlich auch von zahlreichen Lastkraftfahrzeugen frequentiert, die Holz aus Tschechien zu Verarbeitungsbetrieben in Österreich transportieren.
Das erfreute Bewohner der umliegenden Orte nicht besonders, die in der Zeit der Umleitung mit dem Schwerverkehr konfrontiert waren.
Ein BB-Leser aus Hirschenschlag schreibt: "Fast zwei Monate wegen eines einzigen zu sanierenden Straßendurchlassrohres. In dieser Zeit kann man kilometerweise Autobahnen bauen. Wochenlang wird der Verkehr durch die kleinen, mehrere Engstellen aufweisenden Dörfer Hirschenschlag, Reingers und Leopoldsdorf umgeleitet, darunter täglich Dutzende schwerste Holz-LKW mit bis zu 50 Tonnen – unerträglich, gefährlich und unnötig."

Fertigteile vorgefertigt

Diese Kritik wiederum erfreut den für die Baustelle zuständigen Brückenmeister Josef Prinz nicht, denn aus seiner Sicht sei alles dazu getan worden, die nötigen Umbau- und Erneuerungsarbeiten so schnell und unkompliziert wie möglich abzuwickeln. In einer schriftlichen Stellungnahme dazu heißt es: "Die gegenständlichen Bauarbeiten wurden am 29. 08. 2017 begonnen. Das Projekt wurde zur Reduzierung der Bauzeit durch Stahlbetonfertigteile errichtet, um die notwendige Aushärtezeit des Betons bis zur uneingeschränkten Belastung einzusparen. Die Fertigteile wurden im Winter in der Brückenmeisterei Zwettl hergestellt. Der bestehende Straßendurchlass hatte eine Länge von zwölf Metern. Für die gefahrlose Ableitung eines Hochwasserereignisses wurde eine Verschwenkung des neu zu errichtenden Straßendurchlasses behördlich vorgeschrieben und genehmigt. Dadurch ergibt sich eine Länge von 22 Metern. Die Baudauer für den Straßendurchlass betrug 4,5 Wochen. Des Weiteren wurden die Straßenanschlüsse neu gestaltet. Dafür war eine Woche erforderlich."
Der Verkehr über die neu errichtete Brücke wurde schließlich am 6. Oktober wieder freigegeben.

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