Waldviertel: Goldener Boden für „Handwerk und Manufaktur“

Einmal selbst den Hobel anlegen in der Kreativtischlerei von Gerhard Artner in Bad Großpertholz
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  • Einmal selbst den Hobel anlegen in der Kreativtischlerei von Gerhard Artner in Bad Großpertholz
  • Foto: Mag. Matthias Ledwinka
  • hochgeladen von Eva Jungmann

REGION. Wo andernorts Betriebe der Automatisierung weichen mussten, werden im Waldviertel noch die handwerklichen Fertigkeiten hochgehalten.
Niederösterreichs Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl überzeugte sich an Ort und Stelle bei Partnerbetrieben der „Initiative Handwerk und Manufaktur im Waldviertel“, dass Tradition und Moderne nicht im Widerspruch stehen müssen.  „Die Unternehmen hier zeichnen sich durch ihre Handwerkskunst und Kreativität aus, sind stets am Puls der Zeit und werden auf diese Weise allen Kundenwünschen gerecht“, freute sich die Präsidentin. „Das Waldviertel ist nach wie vor ein goldener Boden für das Meister-Handwerk.“

Besucher für Region und Handwerk begeistern

Die von der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) unterstützte Initiative „Handwerk und Manufaktur im Waldviertel" verfolgt das Ziel, Besucher für die Region und die dort handwerklich hergestellten Produkte zu begeistern. So etwa in der jahrhundertalten Papiermühle Mörzinger. Seit dem Jahr 1774 wird hier in Bad Großpertholz echtes handgeschöpftes Hadern-Büttenpapier absolut holzfrei aus reinen weißen Baumwollresten erzeugt.  In der Papiermühle, einer der letzten ihrer Art, können die Besucher ihr eigenes Bogen Hadern-Büttenpapier „schöpfen“.

Wie die Kunst des Glasschmelzens („Fusing“) funktioniert und welche wunderbaren Werkstücke sich damit herstellen lassen, dürfen die Besucher im Gmünder Atelier von Elisabeth Burger kennen lernen. Mit ihrem Partner erzeugt sie hier in reiner Handarbeit Accessoires für Wohnräume und Garten, Schmuck-Unikate sowie leuchtende Glaspaneele. Burgers Arbeiten finden sich ebenso im Konzerthaus von Tokio, wie in privaten Villen im Oman.
Granitschmuck ist das Steckenpferd von Reinhart Kartusch in Weitra. Gegen Voranmeldung darf jeder Besucher in seinem Schmuck, Mineralien und Uhrengeschäft einen Granit-Schlüsselanhänger selbst fertigen. Stets auf der Suche nach Neuem arbeitet Kartusch mit anderen Handwerksbetrieben der Initiative Handwerk und Manufaktur zusammen. Auf diese Weise ist die „Waldviertel-Kette“ mit Maissauer Amethysten, Granit aus Gebharts bei Schrems und Perlmutt aus Österreichs einziger Perlmuttmanufaktur (Felling bei Hardegg) entstanden.
Bei Betriebsführungen in der ARTner Kreativtischlerei in Bad Großpertholz dürfen Besucher selbst „tischlern“. Und im Küchenschauraum werden mit Hilfe mobiler Küchenkorpusse „Kundenfahrten“ angeboten, wo mögliche Varianten für Arbeitswege und Arbeitsabläufe „wie zu Hause“ erprobt und getestet werden können.

Besonderes Engagement für Region

„Wie bei allen anderen Waldviertler Handwerkern sticht bei ARTner die Verbundenheit mit und das Engagement für ihre Region besonders hervor“, zeigte sich Präsidentin Zwazl beeindruckt. So hat ARTner einen Wanderweg mit 17 Schautafeln gestaltet, auf denen die entlang des Weges wachsenden Bäume beschrieben sind und Einrichtungsbespiele aus der Tischlerei in der jeweiligen Holzart gezeigt werden.

Teilnehmende Personen seitens der WKNÖ:
Jochen Flicker, Landesvorsitzender der NÖ Junge Wirtschaft und Mitglied im Bezirksstellenausschuss
Maria Gindl, MBA
Mag. (FH) Andreas Krenn, Bezirksstelle Gmünd
Mag. Manuela Krendl, Abteilung Umwelt, Technik und Innovation

Teilnehmende Personen seitens Destination Waldviertel GmbH:
Mag. (FH) Andreas Schwarzinger, Geschäftsführer
Mag. (FH) Katrin Kreyer, Projektleitung Handwerk und Manufaktur im Waldviertel

Autor:

Eva Jungmann aus Gmünd

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