Walter Kapeller sucht Schwammerl nicht, er schnitzt sie

Walter Kapeller hat sich als Schwammerlschnitzer einen Namen gemacht.
46Bilder
  • Walter Kapeller hat sich als Schwammerlschnitzer einen Namen gemacht.
  • hochgeladen von Bettina Talkner

STEINBACH. “Wer beim Schwammerlsuchen kein Glück hat, der findet bei mir garantiert ein Schwammerl", verspricht Walter Kapeller aus Steinbach in der Gemeinde Bad Großpertholz. Auch diese stammen aus dem Wald, sind aber mehr zum Anschauen als zum Verzehr geeignet, denn der 54-Jährige formt die Pilze verschiedenster Größen aus Fichte, Kiefer oder Lärche. Per Kettensäge, mit der Kapeller zwar ganz schön Lärm macht, aber extrem präzise vorgeht. Als er mit viel Feingefühl die Kappe schnitzt, fliegen die ersten Holzspäne. Dann sägt er unter der Rundung Keile aus dem Holz, wodurch der Stiel entsteht und das Schwammerl in seinen Grundzügen erkennbar wird.

Pilze sind beliebte Mitbringsel

Zum Schwammerlschnitzer ist Walter Kapeller, der Deutsch und Werken an der NMS Weitra unterrichtet, geworden, weil ein Sturm großen Schaden in seinem Wald angerichtet hatte. "Viele Baumstümpfe standen im Wald herum. Ein Versuch, daraus etwas Kreatives entstehen zu lassen, hatte die Schwammerln geboren", erzählt der Steinbacher, dessen Werke beliebte Souvenirs sind. Denn seine Ausstellung befindet sich genau beim Bahnhof Steinbach, wo die Waldviertelbahn ihre Stopps einlegt. "Zwei so Minischwammerl sind sogar schon nach Japan gegangen", so der Künstler, der die Holzfiguren nach dem Schnitzen trocknen lässt und sie später streicht und ölt. So bleiben sie für viele Jahre schön.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen