Wiederum deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit

Je besser die Ausbildung, desto größer sind die Chancen auf einen guten Job.
  • Je besser die Ausbildung, desto größer sind die Chancen auf einen guten Job.
  • Foto: Leyrer & Graf
  • hochgeladen von Eva Jungmann

BEZIRK. Ende Oktober waren beim AMS Gmünd 1.257 Personen arbeitslos gemeldet, um 67 (oder 5,6 Prozent) mehr als im Vormonat, aber um 159 (oder 11,2 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 81 (oder 37,5 Prozent) auf insgesamt 297 deutlich gestiegen. „Somit waren Ende Oktober in Summe 1.554 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende Oktober 2016: 1.632 Personen)“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiter Ableidinger. Erfreulich ist wiederum, dass die Jugendarbeitslosigkeit um 33,7 Prozent deutlich gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist bei den Frauen mit -15,4 Prozent deutlicher ausgefallen als bei den Männern (-7,2 Prozent).

Arbeitslosenquote 8,1 Prozent

In absoluten Zahlen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Hilfs- (-45 oder -16,1 Prozent), Handels- (-33 oder -19,6 Prozent), Metall/Elektro- (-28 oder -22,2 Prozent) sowie Bauberufen (-27 oder -26,2 Prozent). Ein erwähnenswerter Anstieg war in den Verkehrsberufen (+5 oder 13,2 Prozent) zu verzeichnen. Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 8,1 Prozent (-1,0 PP) erfreulicherweise weiterhin nur knapp über dem Landesschnitt von 7,7 Prozent.
Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 265 Jobsuchende neu arbeitslos, um fünf oder 1,9 Prozent weniger als im Oktober 2016. In 254 Fällen (+1 oder +0,4 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 114 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 52 sind in eine Schulung eingetreten und 88 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

Weiterhin positive Entwicklung am Stellenmarkt

„Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort“, freut sich AMS-Chef Ableidinger. Mit Ende Oktober waren 81 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein deutliches Plus von 50 Stellen (oder 161,3 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 86 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 125 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.
Bessere Arbeitsmarktchancen je höher die Ausbildung
46,5 Prozent der arbeitslos vorgemerkten Personen beim AMS Gmünd haben maximal eine Pflichtschulausbildung (bei den Frauen beträgt der Anteil sogar 51,2 Prozent), mit Lehrausbildung sind es 35,8 Prozent, mit mittlerer Ausbildung 8,2 Prozent, mit höherer Ausbildung (Matura) 8,0 Prozent und mit akademischer Ausbildung 1,5 Prozent. Diese Zahlen zeigen deutlich: je niedriger das Ausbildungsniveau desto größer die Gefahr (immer wieder) arbeitslos zu werden.
Bei Frauen wird der Berufsweg oft durch Zeiten der Kinderbetreuung unterbrochen, nach Ende der Kinderbetreuungsphase ist es dann schwierig, wieder in das Berufsleben einzusteigen. Zudem kommt, dass dann oftmals der Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung vorhanden ist, was sich wiederum mit dem Jobangebot nicht deckt“, interpretiert Gerhard Ableidinger, Leiter des AMS Gmünd die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Jobchancen steigen mit der Ausbildung

Dennoch ist aus den Zahlen klar abzulesen, dass die Chancen auf einen Job, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, mit der Höhe des Ausbildungsniveaus steigen. Wer am Arbeitsmarkt nachgefragt sein will, muss Qualifizierungen vorweisen können. Die Aus- und Weiterbildungsangebote des AMS orientieren sich zum einem an der Nachfrage der Wirtschaft und zum anderen an Neigung und Eignung der arbeitslosen KundInnen. Auf Basis von individuell mit den KundInnen erarbeiteten Betreuungsvereinbarung wird sichergestellt, dass die vom AMS geförderten Aus- und Weiterbildungen auch zu entsprechenden Erfolgen führen.

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