Energieautarkes Eisgarn

Energiesparen und Umstieg auf alternative Energieformen haben für Bgm. Karl Mader höchste Priorität in Eisgarn
  • Energiesparen und Umstieg auf alternative Energieformen haben für Bgm. Karl Mader höchste Priorität in Eisgarn
  • hochgeladen von Eva Jungmann

Eisgarns Bgm. Karl Mader hat klare Vorstellungen, wohin die Richtung gehen soll, in die sich die Gemeinde bewegt: in Richtung erneuerbare Energien und Autarkie. Mader erläuterte dieses Ziel im Gespräch mit dem BB näher.

BEZIRKSBLATT: Seit rund einem Jahr sind Sie nun im Amt als Bürgermeister von Eisgarn. Decken sich Erfahrung und Vorstellung von dieser Funktion?
KARL MADER: „Ja, durchaus. Ein wenig wusste ich im Vorfeld ja bereits, ich war zuvor schon eine Legislaturperiode im Gemeinderat tätig.“
BB: Ist es schwierig, ein Amt zu übernehmen, das über einen sehr langen Zeitraum von einer Person bekleidet wurde? Wenn ja, wieso?
MADER: „Mir fällt es nicht schwer. Jeder hat seinen eigenen Stil und eigene Ideen, das bringt auch einige Veränderungen mit sich.“
BB: Jüngst gab es Diskussionen um das Salär des Vizebürger­meisters, die Opposition hat das für sich auszunutzen gewusst. Funktioniert das Arbeitsverhältnis mit der SP?
MADER: „Da muss ich ein wenig ausholen. Unser Plan, also meiner und der des Vizebürger­meisters, war es, viele Einsparungsmaßnahmen im Energiesektor zu setzen. Dazu zählen die thermische Sanierung des Gemeindeamtes, die Um­rüstung der Stromversorgung der Kläranlage Großradischen auf Wasserkraft, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik – hier sind 75 Prozent Einsparungen möglich, die Eisgarner Kläranlage mit einer Photovoltaikanlage zu versehen und auch ein Heizwerk wäre angedacht. Das alles ist mit viel Arbeit verbunden, daher wollten wir den anfallenden Arbeitsaufwand des Vizebürgermeisters etwas besser abgelten. Wir hätten diesen Beschluss auch nur mit den VP-Stimmen durchgebracht, das wollten wir aber nicht, sondern einen Konsens mit der SP im Gemeinderat. Diese aber ist noch vor der eigentlichen Diskussion ausgezogen. Auch danach war keine Einigung möglich, somit wurde der Punkt abgesetzt. Das ist ein Schaden für die Gemeinde, den die SP zu verantworten hat.“
BB: Inwiefern?
MADER: „Die Gemeinde hätte sich ein Vielfaches an Kosten erspart. Die Höhe an Entschä­digung, die der Vizebürgermeis­ter bekommen hätte, verglichen mit den Architektenkosten, stehen in keiner Relation zueinander. Die SP sieht das als Sieg, verloren hat dabei aber die Gemeinde.“
BB: Das klingt nicht gerade nach herzlicher Freundschaft!
MADER: „Wie es künftig in der Zusammenarbeit mit der SP weitergeht, weiß ich nicht. Es wäre wünschenswert, wenn die zwei Haupt-SP-Mandatare mehr Arbeitszeit für die Gemeinde aufwenden würden, anstatt Aussendungen auszuschicken, wo mitunter viele Falschinformationen enthalten sind.“
BB: Wo sehen Sie Eisgarn mit Ende der laufenden Legislaturperiode?
MADER: „Wir möchten am Energiesektor unabhängiger von außen sein. Hier sehe ich großes Potential. Geld für Energie, das woandershin fließt, würde ich gerne in der Region behalten. Mich stört, dass wir beispielsweise viel Hackgut nach Gmünd liefern, wo mit einer 30-prozentigen Auslastung Strom erzeugt wird, der Rest geht als ungenutzte Wärme in die Luft. Ein eigenes Fernheizwerk wäre optimal, das Gemeindeamt, Schule, Propstei und Gasthaus sowie auch Privathaushalte versorgt.“
BB: Und was geschieht mit dem gesparten Geld?
MADER: „Das soll zum Teil wieder den Gemeindebürgern zugute kommen. Nämlich jenen, die ihre Häuser mit Alternativ­energieformen bestücken wollen. Ich hoffe, dass wir Eisgarn so gestalten können, dass es zu einem Zuzug kommt. Das wollen wir mit südseitig gelegenen Bauplätzen, mit Blick auf den Passivhausbau, unterstützen. Schließlich soll auch die Kultur wieder mehr aufleben.“
Eva Jungmann

Autor:

Eva Jungmann aus Gmünd

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