Weitra
600 Kilometer in 24 Stunden rund um Niederösterreich

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WEITRA (mm). "Wir hätten dieses Rennen auch mit zehn Leuten gemacht!" strotzt Christian Troll, gemeinsam mit Georg Franschitz Organisator des ersten Rennens rund um Niederösterreich, vor Tatendrang. Sorgen muss er sich keine mehr machen, denn mittlerweile sind entgegen ersten Erwartungen von maximal 30 Teilnehmern sage und schreibe deren 79 eingegangen - Tendenz weiterhin steigend!

Worum geht es?

Innnerhalb von 24 Stunden sind am 3. und 4. Mai 600 Kilometer und 6000 Höhenmetern auf fordernden Straßen rund um Niederösterreich zu bewältigen. Start und Ziel wird entsprechend der persönlichen Bindung zu Weitra der Hauptplatz der Kuenringerstadt sein. Anzumerken ist, dass auf der Fahrt über Raabs an der Thaya, Retz, Hainburg, Bruck an der Leitha, den Semmering, Mariazell, Wastl am Wald (höchster Punkt mit 1.100 Meter) und Ybbs an der Donau das Land Niederösterreich an keinem Punkt verlassen wird. "Wir haben eineinhalb Jahre geplant und jetzt sind es nur noch rund 80 Tage, das ist ein Wahnsinn" so die Organisatoren, die eine nicht ganz neue Idee ins Waldviertel gebracht haben, so gab es solche Veranstaltungen schließlich schon beispielsweise in Oberösterreich. Sie haben die Runde bereits selbst absolviert und sind der Meinung: "Es hört sich verrückt an, aber wer einen Radmarathon fahren kann, schafft das auch!"

Warum das Ganze?

Radfahren kommt auch durch die E-Bikes wieder mehr in Mode, es könnten aber noch mehr Menschen aufs Rad steigen. In dieses Horn stößt auch Margit Göll, die den Veranstaltern Untersützung zusichert: "Das Land Niederösterreich begrüßt, wenn Menschen Rad fahren. Das ist gesund und man kann unsere Heimat noch intensiver erleben." Gesundheit steht auch für die Organisatoren im Fokus - aber natürlich mit dem Gedanken, den Ultraradsport attraktiver zu  machen. Dazu haben sie sich Alexandra Meixner ins Boot geholt - derzeit die einzige weibliche Starterin. Sie wird am Veranstaltungswochenende gerade frisch von ihrer Australien-Querung zurück sein und hofft natürlich, dass sich noch mehr Damen finden.

Wer darf mit?

Natürlich spricht so ein Rennen eine spezielle Sportlergruppe an. Aber da sowohl Einzelfahrer als auch Zweier- und Dreierteams starten können, hofft man auch auf Vereine, die die Tour unter die Räder nehmen. "In einem Dreier-Team bleiben pro Fahrer 200 Kilometer, das ist packbar!" So Christian Troll, der bei einem Rennen in Oberösterreich auch beispielsweise Teams von Feuerwehren sichtete. Radfahren und Ultraradsport sollen attraktiv gemacht werden, und so ist auch das Startgeld durchaus leistbar, so die Organisatoren. Dies begrüßte auch Raimund Fuchs, als Bürgermeister Gastgeber des Rennens, der privat eher auf dem Heimtrainer sitzt, aber dennoch dem Radsport einiges abgewinnen kann.

Unterstützung erbeten

Neben den Sponsoren wie der Raiffeisenbank und der Xundheitswelt zählt natürlich die Unterstützung durch die Einheimischen. "Weitra soll so richtig brodeln, wenn die Sportler auf die Strecke gehen und dann nach 600 Kilometern voller Geschichten wieder ins Ziel kommen. Dazu wünschen wir uns, dass ganz viele Menschen kommen und einen würdigen Empfang bereiten!" Dieser Wunsch der Organisatoren lässt sich sicher erfüllen. Die Champagnerdusche für den/die Sieger wird aber NICHT durch eine Bierdusche ersetzt - selbst wenn es mit dem vor Ort gebrauten Gerstensaft durchaus angebracht wäre. "Das Bier wird aber nicht zu kurz kommen", so Christian Troll, Georg Franschitz, Fritz Weber von der Xundheitswelt und Wolfgang Trautmann von der Raiffeisenbank unisono.

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