Der Sieger des Zwettler Radmarathons Dominik Schleritzko schildert das Rennen aus seiner Sicht

Pünktlich um 10:30 Uhr fiel der Startschuss für die 110 bzw. die 76 Kilometer Strecke. Von Beginn an entwickelte sich ein extrem hartes Rennen.
Da sich die beiden Strecken erst nach gut 55 Kilometer teilten, bildete sich gleich nach dem ersten Anstieg aus Zwettl hinaus eine 60 Mann Spitzengruppe, mit vielen bekannten und sehr schnellen Fahrern.
Bis zu Rennkilometer 40 in Traunstein, führt die Strecke größtenteils bergauf, was dazu beigetragen hat, dass es sehr hart für mich wurde dabei zu bleiben.
Die ersten Anstiege konnte ich ohne große Schwierigkeiten mit der Spitze mitfahren.
Dann bei Kilometer 25 kam der längste Anstieg des Tages. Die Spitze erhöhte das Tempo von unten in den Anstieg hinein und immer mehr Fahrer verloren den Anschluss, so auch ich. Ich konnte mich dann in einer 10 Mann Gruppe festbeißen und wir kämpften uns bis Ottenschlag noch einmal zurück zur Spitzengruppe.
Durch diese Tempoverschärfung waren in Ottenschlag nur noch gut 40 Fahrer in der Spitzengruppe vertreten.
Auf den nächsten sehr hügeligen Kilometern, kam keine Ruhe in die Gruppe und so wurde keine Gelegenheit ausgelassen, das Tempo zu erhöhen.Ständig bildeten sich kleine Spitzengruppen, die aber nach wenigen Kilometern wieder eingeholt werden konnten. Dies machte das Rennen sehr unruhig und extrem schnell.
Beim Anstieg nach Traunstein bildete sich eine Spitzengruppe, die gut eine halbe Minute Vorsprung heraus fahren konnte.
Kurz vor der Streckenteilung kam der nächste längere Anstieg. Noch immer war die Spitzengruppe vorne weg und in der großen Verfolgergruppe, in der auch ich mich befand, passte diese Rennsituation einigen Fahrern überhaupt nicht und so wurde an diesem Anstieg ein Wahnsinns Tempo angeschlagen, was dazu führte, dass die Gruppe komplett zerfiel.
Dann zum Glück die Streckenteilung, die Elite Fahrer von RSC Amplatz und weitere Topfahrer bogen links auf die 110 Kilometer Strecke ab. Und plötzlich waren wir nur noch eine 8 Mann Spitzengruppe auf der 76 Kilometer Strecke.
Trotzdem stand die schwierigste Prüfung des Tages noch an, die Steigung auf den Ritterkamp. Am Anstieg angekommen, musste ich an meine Grenzen gehen, um den Tempo meiner Kollegen folgen zu können. An letzter Position in der Gruppe rettete ich mich auf den höchsten Punkt.
Jetzt wusste ich, es ist alles möglich, denn nach Zwettl waren es nur noch 12 Kilometer und die vorwiegend bergab. Ich hielt mich aus taktischen Gründen immer am Ende der Gruppe auf, um noch etwas Kraft zu sparen. Immer wieder wurde attackiert, aber niemand konnte sich entscheidend lösen.
Dann die Abfahrt von Moidrams nach Zwettl, mit 85 Km/h ging es auf die letzten 3 Kilometer in Zwettl. Alle beobachteten sich und so kamen wir auf den letzten Kilometer. Ich wartete ab was die anderen machten. Vorne wurde das Tempo auf 45 km/h angezogen, aber ich wusste, es ist noch immer zu weit um eine Attacke erfolgreich zu beenden. Also versuchte ich solange wie möglich im Windschatten meiner Kontrahenten zu bleiben und dann kam mein Moment. Ich mobilisierte die letzten Kräfte, ging links raus und beschleunigte auf knapp 60 km/h. Ich konnte ein kleines Loch zu den anderen aufmachen und das reichte schlussendlich um mit einer Sekunde Vorsprung zu gewinnen.
Ich bin überglücklich in einem Jahr beide Heimrennen gewonnen zu haben und blicke bereits jetzt auf meine erfolgreichste Saison zurück. Trotzdem ist die Saison ja noch lange nicht zu Ende und ich hoffe meine Hochform weiter nutzen zu können um dem Team und mir noch weitere Erfolge bescheren zu können!

Autor:

Ewald Schnell aus Waidhofen/Thaya

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