Mit dem Pfeil, dem Bogen ...

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Bei keiner anderen Sportart wird eine derartige Kombination aus Ruhe, Kraft, Kondition, Konzentration und Feinmotorik benötigt.
WALDVIERTEL (kuli). Rege Betriebsamkeit herrscht derzeit auf der Anlage des Waldviertler Bogenzentrums, gilt es doch, das 12. Internationale Arrowhead-Weinbergturnier am 14. und 15. Mai vorzubereiten, was den Schützen wiederum als wichtige Vorbereitung für die Staatsmeisterschaft am 5. und 6. August 2011 auf derselben Anlage dient.
Wolfgang Schneider, 58-jähriger Sektionschef-Stellvertreter bei der Sportunion Zwettl, kennt wie kaum ein anderer den Turnierplatz und den Parcours, wo 24 Bahnen mit Schießscheiben im steilen Gelände versteckt sind – ist er doch Gründungsmitglied der seit 1989 bestehenden Schützensektion.
„Der Nachwuchs macht uns Sorgen“, so Schneider, denn die heutige Jugend habe „zu einem von Kopf bis Fuß geistig-konditionellen Kraftsport“ keinen Zugang mehr. Der nach unfallbedingten OPs an beiden Schultern wieder topfit erscheinende Göpfritzer ortet im von Handy- und Laptop dominierten, bewegungsarmen Dasein die Ursache dafür.
„Die etwa 200 österreichischen Bogenschützen sind eine große Familie – jeder kennt jeden und die Begeisterung wird praktisch vererbt“, meint der mehrfache Staatsmeister, der im Herbst beim Heimturnier wieder eine Medaille holen möchte. Bei so einem Turnier muss jeder Athlet täglich ca. 160 Mal schießen – und das innerhalb von 3 bis 4 Stunden.
Die anstehenden Turniere werden nach Feld-Regeln der FITA (Féderation Internationale de Tir à L’Arc) ausgetragen. Mit Recurve-Bögen unterschiedlicher Visierbestückung (Blank- bis Compound-Bögen) wird am ersten Tag auf Scheiben in unbekannter Distanz geschossen – das Augenmaß ist hier besonders gefragt, während am zweiten Tag auf 20 bis 80 cm große Scheiben aus 90 bis 20 m Entfernung anvisiert wird.
„Auch nach 25 Jahren Turniererfahrung geht mir immer noch das Pumperl bei entscheidenden Schüssen“, bekennt Wolfgang Schneider, der im Oktober 2009 sogar einen weiteren Bogensportverein mitgegründet hat, nämlich die Bogensektion beim HSV Allentsteig; die Mehrzweckhalle im Lager Kaufholz kann auf diese Weise im Winter oder bei Schlechtwetter auch von den Dianajüngern benutzt werden. Schließlich wird mindestens sechs Stunden pro Woche trainiert, um gute Leistungen zu erzielen. Geschnuppert werden kann immer freitags ab 17 Uhr.
Publikum ist den Schützen nicht so lieb, deshalb wird darum gebeten, als Zuschauer nur beim Einschießen (Samstag 8 Uhr) und bei der Siegerehrung (Sonntag frühestens 16 Uhr) jeweils im Bogenzentrum nahe der Zwettler Kläranlage anwesend zu sein. Der enge Parcours, einer von öster­reichweit nur fünfen, bietet auch gerade nur den Schützen Platz.
Zur Zukunft des Waldviertler Bogensports verrät Wolfgang Schneider, dass „im Raum Schrems demnächst durchaus eine Anlage und ein Verein entstehen könnten“. Freuen wir uns darauf und auf den Fortbestand dieser interessanten Sportart.
Interessenten finden Infos unter www.oebsv.com/lvereine/noe anlage.htm

Autor:

Eva Jungmann aus Gmünd

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