Bier-Tradition: Familie Trojan braut seit 180 Jahren in Schrems

Karl Trojan mit Karl und Johann Trojan
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SCHREMS (red). Die Brauerei Schrems blickt auf eine über 600-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde sie Anfang des 15. Jahrhunderts von der Schlossherrschaft Schrems. Schon 1410 wurde Hans der Brauer urkundlich erwähnt. Die Brauergeschichte stützt sich dabei auf ein Gutachten von Maria Hornung.
Die Besitzer des Schlosses Schrems wechselte mehrmals im Laufe der Geschichte, so wurde die Brauerei schließlich im Jahre 1753 von den Grafen von Falkenhayn an die Familie Anderl verkauft, die sie kurz darauf an die Familie Wagner weiterverkaufte.

Die Geschichte von Jakob Trojan

Jakob Trojan wurde im Jahre 1793 in Zamysl Nr3, einem kleinen böhmischen Dorf geboren, wo die Familie Trojan seit ca 1640 dokumentiert ist. Er begab sich auf Wanderschaft und erlernte den Beruf des Bierbraueres. Im Jahre 1820 absolvierte er seine Gesellenprüfung in Ceska Lippa. Der wunderschöne Gesellenbrief ist erhalten geblieben.
Es verschlug ihn ins Waldviertel, er war Pächter der Brauereien in Suchdol und Neunagelberg, ehe er 1838 das Brauhaus in Schrems um 10.200 Gulden erwerben konnte.

Neue Brauerei entstand

Sein Sohn Theodor Trojan, geb. 1833 erkannte in den Jahrzehnten der industriellen revolution, dass nur moderne, maschinenbetriebe Brauereien Bestand haben konnten.
Er beauftragte die brautechnische Hochschule in Prag mit der Planung einer neune Brauerei außerhalb des Marktes Schrems am heutigen Standort. Dieser wurde klug gewählt, perfektes Brauwasser war und ist dort in bester Qualität vorhanden.
Bei Baubeginn im Jahre 1904 war er schon 71 Jahre alt, 1906 ging die neue Bauerei in Betrieb, die Mälzerei verblieb bis in die 1920 er Jahre am alten Standort. Somit war der Grundstein für die Weiterentwicklung gelegt.

Brauerei überstand schwere Zeiten

Karl Theodor Trojan, geb 1886, schaffte es, die Brauerei über zwei Weltkriege und die schweren Zeiten der Zwischenkriegszeit und der Nachkriegsjahre zu führen.
Karl Johann Trojan wurde am 1926 geboren, er kehrte schwer kriegsverletzt aus dem Krieg zurück. Trotzdem konnte er schon 1945 mit dem neuen Studium der Brau-und Gärungstechnologie beginnen, welches er 1948 an der Hochschule für Bodenkultur abschloss. Er schuf eine moderne, mittelständische Brauerei, die er 1991 an seinen Sohn Karl Theodor übergab.

„Hopfen und Malz , Gott erhalt's“

Die Brauerei Schrems hat sich stetig weiterentwickelt, seit 1995 stammt die Braugerste ausschließlich aus dem Waldviertel. Viele Innovationen festigten den Ruf und die Kompetenz der Schremser Bierbrauer, auch Biobiere werden mittlerweile gebraut.
Das Verkaufsgebiet wurde stetig erweitert, schließlich auch im Export nach England, Deutschland und Tschechien.
Karl – Theodor junior absovierte seine Ausbildung zum VLB Brewmaster in Berlin und ist in den Bereichen Prouktion und QM Management tätig. Johann studiert Rechtswissenschaften und arbeitet nebenbei in allen Bereichen der Brauerei mit. „Hopfen und Malz , Gott erhalt's“ soll in Schrems auch in Zukunft gelten.

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