Die Glasfaser kann echt alles!

SCHREMS (mm). Die Granitstadt ist weitgehend "verfasert". Bgm. Karl Harrer initiierte dazu eine Ausstellung, bei der sich die BürgerInnen einen Überblick über das umfassende Angebot an Internet-Anbietern und mehr verschaffen konnten. NÖGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber dazu: "Es gibt acht Anbieter, und da hat jeder noch verschiedene Zugangsmodelle." Somit ist es umso wichtiger, sich genau zu informieren.

Stand der Dinge

Noch wird an vielen Orten gegraben, wobei modernste Technologien – teils sogar erstmals überhaupt – zum Einsatz kommen. Grund zum Feiern gibt es auch: Mit Ende 2018 sollen alle an der Faser hängen, man liegt also im Plan. Erfreut zeigten sich Karl Harrer und Hartwig Tauber darüber, dass in allen Gemeinden die 40-Prozent-Hürde genommen wurde, die zur Errichtung eines örtlichen Netzes erforderlich war. Das sei dem Engagement der Gemeinden selbst zu verdanken – und ein wichtiger Schritt für die Zukunft. "In einer Glasfaser könnte man den gesamten Internetverkehr Österreichs abwickeln – da ist Luft nach oben, die wir für neue Technologien, wie das 5G-Netz, brauchen werden." Mit dem Netz verbunden sind viele Möglichkeiten, die heute noch nach Zukunftsmusik klingen. Mobilfunksender und Wettersensoren in Straßenlaternen sind nur zwei Beispiele von vielen.

Offenes Netz

Bemerkenswert ist, dass das Glasfasernetz allen Anbietern offen steht. Die NÖGIG lässt das Netz in Zusammenarbeit mit weitgehend regionalen Betrieben errichten, die Firma Optisis betreibt das Netz und regelt den Zugang der Anbieter, die das Netz zu den gleichen Bedingungen nutzen können. Dadurch war es möglich, A1 als Anbieter zu gewinnen. Tauber dazu: "Erstmals hat sich A1 entschlossen, seine Produkte auf der Infrastruktur eines anderen Betreibers zur Verfügung zu stellen!"

Nischenregion?

Die NÖGIG hat es sich zur Aufgabe gesetzt, dort zu bauen, wo der Markt nicht funktioniert. Mit der schnellen Faser hat sich das schon für viele geändert – und es ist Luft nach oben. Das schnelle Internet sorgt dafür, dass Betriebe in ihrem Bestand gesichert werden oder expandieren können, neue Betriebe sich dank des Datenhighways ansiedeln werden und auch Private, beispielsweise durch Telearbeitsplätze, den Vorzug des Lebens "am Land" in Verbindung mit hochqualifizierter Arbeit genießen können.

So schauts aus!

Ein Beispiel für die Power, die in der Glasfaser steckt: Software-#+updates für Autos nahmen in der Werkstatt mit "alter" Technologie bis zu zwei Stunden in Anspruch. Mit dem schnellen Netz soll das "während eines Kaffees" möglich sein. Dass Schrems so schnell versorgt ist, ist auch den bereits bestehenden Fernwärmeverrohrungen geschuldet. "Wo extra gegraben werden muss, dauert es halt länger, aber wir liegen im Plan!", beruhigt Hartwig Tauber alle, die noch warten müssen. Dafür geht es dann umso schneller!

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