Gmünd
Haus der Wirtschaft feierte 25 Jahre

Gottfried Wieland, Leopold Streicher, Andreas Hartl, Rolf Lehmann und Christian Schwab von den Comedy Hirten, davor Helga Rosenmayer, Ernst Wurz und Peter Weissenböck.
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  • Gottfried Wieland, Leopold Streicher, Andreas Hartl, Rolf Lehmann und Christian Schwab von den Comedy Hirten, davor Helga Rosenmayer, Ernst Wurz und Peter Weissenböck.
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GMÜND (mm). 25 Jahre, 4.500 Veranstaltungen und 77 Störche - das sind nur ein paar Zahlen, die im Rahmen der Feierlichkeit anläßlich eines Vierteljahrhunderts Haus der Wirtschaft in Gmünd bei den zahlreichen Festgäste sichtlich Wirkung zeigten. 77 Störche? Nun, so viele sind auf dem markanten Schornstein vor dem 1994 seiner Bestimmung übergebenen Hotspot der Wirtschaft auf die Welt gekommen.

Geschichten über Geschichte

"Kein anderes WIFI-Gebäude hat so einen Schornstein", zeigte sich WKO-Bezirksstellenobmann Peter Weissenböck stolz und erzählte aus der bewegten Geschichte. Das markante Gebäude befindet sich auf einem jahrzehntelang wirtschaftlich genutzten Grundstück: So wurden von 1906 bis 1938 hier Landmaschinen erzeugt, im zweiten Weltkrieg war an diesem Ort ein Ersatzteillager für die Luftwaffe untergebracht, von 1955 bis 1980 befand sich ein Steinmetzbetrieb an dieser Adresse in der Weitraerstraße  - und danach wurde nach langen Jahren des Leerstandes alles abgerissen und das zuvor im Keller des Sparkassensaales untergebrachte WIFI konnte in ein standesgemäßes und mit ausreichend Platz gesegnetes Gebäude übersiedeln. Interessantes Detail: Genau ein Jahr vor dem Einzug im September 1994 war die Gleichenfeier. Der markante Schornstein wurde damals als Wahrzeichen erhalten und erstrahlte am 23. Oktober in passendem Grün.

Helga Rosenmayer veschaffte den Anwesenden einen Überblick über die (nicht nur) wirtschaftliche Entwicklung im letzten Vierteljahrhundert: Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs erklärte sie Gmünd zum Mittelpunkt zwischen Prag, Linz, Sankt Pölten und Wien und hob damit die Bedeutung der Bezirkshauptstadt hervor. Grenzüberschreitende Verträge bei Rettung und Feuerwehr, Healthacross, Tschechische Schüler in Gmünder Schulen, der grenzüberschreitende Wirtschaftspark mit rund 1.500 Arbeitsplätzen... - "Ich könnte noch viel erzählen!", so die Bürgermeisterin. Die Chancen des Bezirks Gmünd sieht sie in neuen Arbeitsmodellen, bei denen die Work-Life-Balance eine wichtige Rolle spielt: "Wir haben viele Arbeitsplätze und eine schöne Umwelt, Arbeitnehmer sollen bei uns finden, was in den Ballungsräumen auch geboten wird. Positives Denken ist besser als alles nur immer schlecht zu reden."

Ein Haus der Wirtschaft

Und hier kann das WIFI gemeinsam mit der Wirtschaftskammer ansetzen. Beratung für Betriebe und Arbeitnehmer, Aus- und Weiterbilung und sogar Eignungstest für Arbeitnehmer, die entweder aus dem Arbeitsprozess "hinausgefallen" sind oder erst integriert werden sollen - all dies wird in Gmünd angeboten und auch reichlich genutzt. Während 1993 gerade mal 500 Kursteilnehmer zu verzeichnen waren, sind es 2019 alleine in Gmünd rund 1.500! Im ebenfalls vor Ort befindlichen Berufsinformationszentrum BIZ wurden 2019 rund 900 Schüler aus  30 Schulen auf ihre beruflichen Eignungen überprüft - ein Punkt, der auch Stefan Graf von Leyrer und Graf sowie Ernst Wurz, dem Personalchef der Firma Pollmann sichtlich am Herzen liegt. Beide Betriebe bilden Lehrlinge aus und legen hierbei Wert darauf, diese erst einmal in den Betrieb zu bekommen und dann auch dort zu halten. "Weiterbildung spielt in unserem Haus eine große Rolle", so Stefan Graf. "Speziell im Bereich der Digitalisierung tut sich extrem viel, wer hier nicht am Puls der Zeit ist, verschläft die Entwicklung." Mit regelmäßiger systematischer Weiterbildung schaffe man auch eine emotionale Bindung der Mitarbeiter und speziell der Lehrlinge an das Unternehmen - womit man damit rechnen könne, im Lehrling von heute einen langjährigen Mitarbeiter von morgen und übermorgen zu haben. Ernst Wurz hob in Hinblick auf die international aufgestellte Firma Pollmann die Sprachkomptenz hervor: "Mit Betrieben in Österreich, China und Südamerika ergeben sich in unserem Haus automatisch viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung - wer Englisch kann, ist das entscheidende Stück weiter." Das Wifi stellt für beide Unternehmen - und natürlich viele andere vom Großbetrieb bis zum EPU - einen verlässlichen und kompetenten Partner dar. Man müsse jedoch klarstellen, so Wurz, dass es bei der Weiterentwicklung darauf ankomme, neue Medien mit einzubinden. E-Learning gewinnt an  Bedeutung, aber: "Kurse mit vor Ort anwesenden Trainern werden immer eine Rolle spielen." So auch beim WIFI, wo alleine im Bezirk Gmünd seit 1994 rund 4.500 Veranstaltungen organisiert wurden. 

Quo Vadis, WIFI?

WIFI Abteilungsleiter Andreas Hartl erinnerte sich an früher: "1985 gab es in der Sankt Pöltner Diensstelle 12 Computer, heute haben wir insgesamt 1.500!" Wo die Reise hingeht ist somit klar: Digitalisierung ist das Zauberwort, das WIFI werde Unternehmer dabei auch in Zukunft nach besten Kräften unterstützen. So habe man erst kürzlich ein Labor für Künstliche Intelligenz errichtet. Bei allen Segnungen des digitalen Zeitalters sei jedoch eines klar: "Präsenzlernen wird durch neue Medien ergänzt, aber sicher nie ersetzt." Somit dürfte die Feier des 50ers für das Haus der Wirtschaft in Gmünd im Jahre 2044 keine leere Illusion sein und noch viele Störche auf dem Rauchfang geboren werden...

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