17.01.2018, 10:31 Uhr

Das Aus für die Serpentinen!

Das ewige Nadelöhr in Höhenberg wird nun endlich entschärft. Baubeginn wird noch diesen Sommer sein!

HÖHENBERG (mm). Ein Wandertag, bei dem Margit Göll und Bürgermeister Johann Weissenbök dabei waren, darf als Initialzündung für ein Projekt, das den Höhenbergern schon lange unter den Fingern brennt, gesehen werden. Die berühmt berüchtigten Serpentinen in Richtung Reinpolz haben schon manchen Autofahrer - vor allem zur Winterszeit - die Nerven gekostet. Auch brenzlige Szenen gingen teils nur durch erhebliches Glück glimpflich aus; so wäre auch ein Schulbus schon beinahe Opfer der engen Bergfahrt geworden. Damit soll jedoch schon bald Schluss sein - genauer gesagt 2019, denn bis dahin soll die Baustelle fixfertig abgeschlossen sein.

Das dauert schon lange!
"Einmal hat das Geld gefehlt, dann wurde gesagt die Frequenz wäre nicht ausreichend. 22 Jahre warten wir schon auf diese Straße!" Bürgermeister Weissenbök hat bereits während seinen Wirkens im Gemeinderat leidvoll erfahren müssen, dass dieser Berg eine scheinbar unüberwindbare Hürde ist. Umso überraschter war man gemeindeseitig, als plötzlich die Zusage vom Land Niederösterreich kam: "Wir machen das!" Landesrat Ludwig Schleritzko ließ es sich ebenso wie Martina Diesner-Wais nicht nehmen, den Spatenstich für das 260.000 Euro-Projekt zu setzen. "Es geht hier nicht nur ums Geld, es geht um die am Bau beteiligten Firmen und vor allem um Lebensqualität und Sicherheit", so Schleritzko, der auch eine Entlastung für den Schneepflug (sofern uns die derzeitigen Winter mal wieder abhanden kommen) sieht.

Bitte um etwas Geduld!
Doch bevor die Baumaschinen anrollen und bis zu 8 Meter hohe Böschungen anschütten dürfen, müssen noch diverse Grundabtretungen geklärt werden - was der Verkehrslandesrat angesichts des großen Interesses beim Spatenstich aber als eher kleine Hürde sieht. Besonderen Dank adressierte er an die Gemeinde, die die Kosten für diese Ankäufe übernimmt. Im Sommer wird gegraben und angeschüttet, im Winter hat das Erdreich dann Zeit zum "Setzen" und 2019 darf dann der Verkehr über die weitaus bequemere neue Straße rollen.

Der neue Weg
Wer die derzeitige Trasse kennt, fragt berechtigt nach der neuen Route, die rund 300 Meter umfasst. Die Linkskurve am Fuß der Serpentinen wird geweitet und dann auf einem Damm linksseitig der derzeitigen Straße in einem langen Rechtsbogen in Richtung Reinpolz gezogen. Durch einen Einschnitt wird die Straße dann gerade nach Oben gezogen und bei der Kapelle mit der "alten" Trassenführung vereint.


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