31.05.2017, 17:51 Uhr

Ein Guter geht, ein Guter kommt

LH Johanna Mikl-Leitner zwischen dem neuen BH Stefan Grusch und dem scheidenden Johann Böhm. (Foto: NLK Reinberger)

Amtsübergabe zwischen Bezirkhauptmann Johann Böhm und seinem Nachfolger Stefan Grusch.

MOORBAD HARBACH (eju). "Ein Guter geht, ein Guter kommt", so kommentierte LH Johanna Mikl-Leitner die Amtsübergabe zwischen dem scheidenden, langjährigen Gmünder Bezirkshauptmann Johann Böhm an seinen nunmehrigen Nachfolger Stefan Grusch.
Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Exekutive sowie sonstig verdiente Persönlichleiten waren zu diesem Anlass in die Franz Himmer Sporthalle nach Moorbad Harbach gekommen.

Menschliche Amtsführung

Die einleitenden Worte nahm schwungvoll BHstv. Martha Haselsteiner vor. Sie, wie auch alle anderen Redner vor ihr, zollten Böhm Respekt und Hochachtung für seine geleistete Arbeit und dankten ihm für seinen Einsatz mit Augenmaß, die menschliche Amtsführung und das stets offene Ohr für die Anliegen der Bevölkerung ebenso, wie die seiner MitarbeiterInnen. An Grusch, der zuletzt elf Jahre bereits BH in Hollabrunn gewesen war, wandte sie sich augenzwinkernd: "Wir haben im Waldviertel zwar keinen Wein, aber dafür Bier und Erdäpfel sowie eine wunderschöne Landschaft und großartige MitarbeiterInnen."


14 Jahre in Gmünd

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fand ebenfalls viele lobende Worte für den scheidenden Johann Böhm und ließ in einem kurzen Überblick dessen beruflichen Werdegang, den er seit 1975 in Landesdienst bestritten hatte, Revue passieren. Böhm war an mehreren Stationen in Niederösterreich als BH-Stv. und als Bezirkshauptmann tätig gewesen, zuletzt 14 Jahre lang in Gmünd und von hier aus tritt er in den verdienten Ruhestand über. Mikl-Leitner betonte, dass es als Bezirkshauptmann eine Person brauche, die juristisch sattelfest, kompetent und mit Hausverstand, sowie mit Managerqualitäten und einer Freude am Umgang mit der Bevölkerung und den Bürgermeistern ausgesattet sei. Alles habe Böhm in sich vereint und auch Grusch besitze diese Qualitäten.


Von Hollabrunn nach Gmünd

Stefan Grusch ist seit dem Jahre 1990 im Landesdienst und war zuletzt seit 2006 Bezirkshauptmann in Hollabrunn.
Sichtlich gerührt und, wie von ihm gewohnt, gespickt mit Zitaten bedeutender Persönlichkeiten, nahm schließlich Johann Böhm Abschied, dankte seiner Frau Erni und seinen Söhnen dafür, dass sie sein Berufsleben lang mit ihm durch NÖ gewandert seien. Abschließend verriet Böhm: "Wir sind inzwischen richtige Waldviertler geworden."

Neue Jobs in der BH Gmünd

Der neue BH Stefan Grusch gestand, er sei zunächst nicht eben begeistert von seiner Bestellung weg von Hollabrunn nach Gmünd gewesen. Nach 4,5 Wochen vor Ort fühle er sich allerdings auch bereits wie ein Waldviertler. Er setze sich bei seiner Arbeit drei Ziele: die Qualität der Leistung solle fachlich korrekt und kompetent sein, die Zufriedenheit der Bürger mit Entscheidungen auf Augenhöhe sei wichtig und schließlich gesellschaftliche Aufträge sollten wahrgenommen werden. Grusch deutete abschließend an, dass durch verschiedene Maßnahmen, wie seinen Verzicht auf die Dienstwohnung und ein Zusammenrücken in der BH 15 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.
Zwischen den einzelnen Reden unterhielt das Bläserensembel der Trachtenkapelle Moorbad Harbach, anschließend lud die neue Landeshauptfrau zu einem Empfang mit köstlichen Häppchen.
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