24.10.2017, 11:11 Uhr

Feuerwehr hat nun drei Feuerwehr-Peers

(Foto: Feuerwehr)

Das sind geschulte Kräfte in der Feuerwehr zur psychologischen Erstbetreuung von Feuerwehrmitgliedern.

GMÜND. Der Bezirk Gmünd hat seit Kurzem drei Feuerwehrpeers in den eigenen Reihen. V Michaela Glanzer (FF Schrems), FM Romana Müllner (FF Heinrichs) und FT Stefan Neunteufel (FF Großpertholz) absolvierten die mehrtägige Ausbildung und die Abschlussprüfung und sind nun Feuerwehrpeers. Haupteinsatzgebiet für unsere Feuerwehrpeers ist selbstverständlich der Bezirk Gmünd, aber auch die benachbarten politischen Bezirke im Waldviertel.
Nach einem Peer-Infotag und einem Auswahlverfahren wurden die drei KameradInnen zur Ausbildung zugelassen, welche als Lehrinhalte Themen wie Psychotraumatologie, Schuldgefühle, Kommunikation und Stressverarbeitungsmodelle umfasste.
Feuerwehrpeers sind speziell geschulte Kräfte in der Feuerwehr zur psychologischen Erstbetreuung von Feuerwehrmitgliedern. Sie kommen während („On-Scene-Support“) oder nach belastenden Ereignissen oder Einsätzen - beispielsweise mit Toten, Schwerverletzten, betroffenen Familienmitgliedern oder Freunden… ¬¬- zum Einsatz und sollen die eingesetzten Kräfte unterstützen, die belastenden Eindrücke in geeigneter Weise zu verarbeiten. Die KameradInnen stehen auch noch einige Tage nach dem belastenden Einsatz zur Verfügung und stellen, wenn notwendig, ein Bindeglied zu professioneller psychologischer Hilfe dar.
Organisatorisch sind die Feuerwehrpeers dem Landesfeuerwehrkommando unterstellt. Gekennzeichnet sind Feuerwehrpeers mit einer violetten Armbinde, welches das Korpsabzeichen der Feuerwehr und den Aufdruck „PEER“ in weißer Schrift trägt. Jeder Einsatzleiter, Fahrzeug- oder Gruppenkommandant kann Feuerwehrpeers auf einfachem Wege über die Landeswarnzentrale (LWZ) kostenlos anfordern.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.