03.05.2018, 12:14 Uhr

Hopfengespräche mit Leberkäse und Bier

Prost auf ein gutes Bier: Die jungen Waldensteiner mit Karl Tojan, seinem Sohn Karl-Theodor und Reinhard Fürnsinn.

Bierbrauer Karl Trojan lud in die Brauerei Schrems zur Bierverkostung und erzählte Wissenswertes rund m den Hopfen.

SCHREMS (eju). Karl Trojan, als Mitglied der Interessensgemeinschaft der "Culturbrauer" lud am 2. Mai in den Hof der Schremser Brauerei zu den Hopfengesprächen ein, die er als kleines Brauereifest angelegt hatte. Dieser Einladung leisteten zahlreiche bierinteressierte Menschen folge. Brauereichef Karl Trojan erzählte eingangs, dass weltweit fünf Konzerne den Biermarkt weitestgehend unter sich aufgeteilt hätten. In Österreich beherrsche ein Konzern zwei Drittel des Marktes. Wer Geld und Nacht habe, könne die Berichterstattung beeinflussen, in diesem Fall, dass kleinere Brauereien nicht mit Natur-Hopfen arbeiten würden. Dagegen wollten sich die Culturbrauer mit den Hopfengesprächen zur Wehr setzen.

Das Kraut der Hildegard

Trojan und sein Sohn Karl-Theodor erläuterten dem interessierten Publikum die Wichtigkeit des Hopfens für die Bierbraukunst und dass man den Hopfen im Bier einer berühmten Frau des 11. Jahrhunderts - nämlich Hildegard von Bingen - zu verdanken hat. Einst seien zum Bierbrauen nämlich zahlreiche verschiedene Pflanzen heran gezogen worden, mit einigen davon, so Trojan augenzwinkernd, würde man heute massiv in Konflikt mit der Drogengesetzgebung geraten. Der Braumeister präsentierte in auf den Tischen verteilten Gläsern, verschiedenste Hopfensorten, weiters gemalzte Braugerste und unterstrich die inzwischen 20-jährige Kooperation mit Landwirten der Region, die eigens für die Brauerei Schrems Braugerste anbauen würden. Dazu hatte er den Obmann der Erzeugergemeinschaft Ökoregion Waldviertel, Reinhard Fürnsinn, eingeladen.

Braugerste aus der Region

Dieser lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Brauerei und den Braugerste liefernden Landwirten, wo man sich immer, wenn nötig, gegenseitig aushelfe. Neuerdings bezieht die Brauerei Schrems übrigens auch Bio-Braugerste. Anschließend luden Vater und Sohn Trojan zu einem Besuch im Sudhaus ein, wo Zweiterer den interessierten BesucherInnen vertiefende Fakten zur Bierbrauerkunst lieferte.

Leberkäse vom Peppi

Die kulinarische Umrahmung lieferte Fleischermeister Josef Rzepa mit fünf verschiedenen Leberkäsesorten. Den Durst stillten die unterschiedlichen Schremser Biere und für die entsprechende musikalische Stimmung sorgten Georg und Peter alias "Die Jungen Waldensteiner" und das befürchtete Gewitter blieb zum Glück an diesem Abend aus.
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