05.02.2018, 11:49 Uhr

Niedrigste Arbeitslosenquote im Bezirk Gmünd seit 2001

Im Bezirk Gmünd ist die Arbeitslosenquote so niedrig wie zuletzt vor 17 Jahren. (Foto: Kadmy/fotalia)

Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit mit Ende Jänner im Bezirk Gmünd erreicht.

GMÜND. Wie erwartet, hat im abgelaufenen Monat Jänner die Arbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd nochmals saisonbedingt zugenommen. Ende Jänner 2018 waren beim AMS Gmünd 2.034 Personen, davon 739 Frauen (Jänner 2017: 796) und 1.295 Männer (1.458), arbeitslos gemeldet, um 102 (oder 5,3 Prozent) mehr als im Vormonat aber um 220 (oder 9,8 Prozent) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Die Saisonarbeitslosigkeit hat voll eingesetzt und dürfte nun Ende Jänner ihren Höhepunkt erreicht haben“, so AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 58 (oder 27,9 Prozent) auf insgesamt 266 gestiegen. Somit waren Ende Jänner 2018 in Summe 2.300 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt (Ende Jänner 2017: 2.462 Personen). Erfreulich ist wiederum, dass die Jugendarbeitslosigkeit um 15,3 Prozent deutlich gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist bei den Männern mit -11,2 Prozent deutlicher ausgefallen als bei den Frauen (-7,2 Prozent).
„In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Gesundheitsberufen (+9 oder 17, Prozent). Ein erwähnenswerter Rückgang war in den Hilfs- (-46 oder -13,6 Prozent), Handels- (-44 oder -23,5 Prozent), Metall/Elektro- (-42 oder -20,7 Prozent) sowie Bauberufen (-40 oder -8,9 Prozent) zu verzeichnen“, berichtet der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger. Von den insgesamt 2.034 Vorgemerkten haben 810, also knapp 40 Prozent, wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate.
Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 13,2 Prozent (-1,4 PP) über dem NÖ-Durchschnitt von 10,2 Prozent. Dies ist die niedrigste Arbeitslosenquote seit dem Jahr 2001.
Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 485 Jobsuchende neu arbeitslos, um 47 oder 10,7 Prozent mehr als im Jänner 2017. In 414 Fällen (+50 oder 13,7 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 187 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 87 sind in eine Schulung eingetreten und 140 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.
Trotz der erfreulichen Trendwende, die am Arbeitsmarkt im Bezirk Gmünd im abgelaufenen Jahr gelungen ist, gibt es aber weiterhin strukturelle Probleme: Personen der Generation 50+ bzw. mit gesundheitlichen Einschränkungen laufen auch heuer Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden bzw. zu bleiben. „Etwa jede/r fünfte AMS-Kunde/Kundin wird bereits ein Jahr und länger vom AMS in Gmünd betreut. Zu den obersten Prioritäten im laufenden Jahr werden daher die Vermeidung bzw. Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit gehören“, erklärt AMS-Chef Gerhard Ableidinger.

Weiterhin positive Entwicklung am Stellenmarkt

„Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort“, freut sich AMS-Chef Ableidinger. Mit Ende Jänner waren 148 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein deutliches Plus von 60 Stellen (oder 68,2 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 135 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig genau 100 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.

Intensive Zusammenarbeit mit den Betrieben des Bezirkes

Um den Bedarf der Wirtschaft genau zu kennen und die passenden Arbeitskräfte zu vermitteln, planen die MitarbeiterInnen sowie die Führungskräfte des AMS Gmünd über 200 Betriebsbesuche durchzuführen. Mit in Summe rund 170 Personalvorauswahlen soll die punktgenaue Vermittlung von Arbeitskräften gelingen. Optimale Personalvermittlung ist auch das Thema der diesjährigen „Service für Unternehmen“-Kampagne – der AMS on Tour zwischen 3. und 30. April. Viele Unternehmen nutzen bereits das eAMS-Konto, um bei der Personalsuche zeit- und ortsunabhängig mit dem AMS in Kontakt zu sein.
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