17.10.2017, 11:52 Uhr

Fast alle Klarheiten beseitigt!

Michael Preissl hatte viel zu erklären und versuchte immer wieder, die Wogen zu glätten.

Die Gemeinderatssitzung am 10. Oktober stand etappenweise im Zeichen des Nichtmehrauskennens.

SCHREMS (mm). Die Adaptierung des Schulhofes entpuppte sich als Streitpunkt. Doch bevor es so weit kam, wurden in Harmonie mehrere Beschlüsse gefasst. So werden sich schon bald Gabriela Anna Brunner, Walter Hofstätter und Erna Pichler über das Sportehrenzeichen der Stadtgemeinde Schrems freuen dürfen. Ebenso erfreut werden die Vereine der Granitstadt und Umgebung sein, die wie im Vorjahr mit Subventionen in Höhe von insgesamt 15.400 Euro rechnen dürfen, darunter erstmals der Dorferneuerungsverein Kottinghörmanns. Ebenso gefördert wird die FF Pürbach: Sie beabsichtigt den Ankauf eines Hilfeleistungsfahrzeuges 2, wobei sich die Stadtgemeinde an den Kosten von rund 259.000 Euro für das Fahrzeug und 28.000 Euro für Rüstzeug mit 50 Prozent beteiligen wird.

Sicher radeln!
Schremser Pedalritter finden bald nach Hoheneich sicheren Anschluss. Die Errichtung eines Radwegs längs der LB41 wurde nun grundsätzlich beschlossen. Kosten von rund 250.000 Euro werden anfallen, wobei ein erheblicher Teil davon mit Förderungen abgedeckt wird.

Schrems wurde weniger!
Im Zuge seiner Darstellung der 23. Änderung des örtlichen Flächenwidmungsplanes musste Michael Preissl (SPÖ) auch darlegen, dass die Gemeinde Bewohner verliert, so ist die Anzahl der Hauptwohnsitzer mit 5.463 seit 2001 um 6,3 Prozent gesunken. Bei 270 Hektar Wohnbauland – davon 166 Hektar Bauland Wohngebiet – sind nur noch 18 Hektar Baulandreserven vorhanden: im waldviertelweiten Vergleich sehr wenig. Martina Diesner-Wais meldete hier Handlungsbedarf an: "Wenn wir Bürger haben, die bauen wollen, sollten sie nicht in andere Gemeinden abwandern müssen!"

Es wird gebaut. Oder?
Der Schulhof spaltete die Gemüter, aber worüber man nun diskutierte, war stellenweise unklar: Am 21. 4. 2016 wurde beschlossen die Neugestaltung des Schulhofes an den zuständigen Ausschuss zuzuweisen. Was auch geschah. Nun läuft am 30. November die Einreichungsfrist für Förderungen ab, und seit 2016 ist nicht gebaut worden – so die Kritik der ÖVP. Da nur alle zwei Jahre angesucht werden kann, befürchtet man eine lange Verzögerung der Umsetzung des Außenbereichs mit diversen Sportgeräten und einer Freiluftklasse. Was kam dem Projekt, das eigentlich in trockenen Tüchern schien, so lang in die Quere?

Die Substanz krankt!
Wasserschäden, Schimmelbildung, Mängel beim Brandschutz – die Liste der Baustellen am Schulgebäude lässt sich fortsetzen. Faktum ist: Hier herrscht Handlungsbedarf. So stehen dem für den Schulhof geplanten Budget von rund 89.000 Euro ein Sanierungsbedarf von rund 91.000 Euro gegenüber. Einigkeit herrschte, dass Sicherheit und Gesundheit der SchülerInnen vorgehen. Ebenso war klar, dass man einen Schulhof nicht neu gestalten kann, wenn ein paar Monate später eventuell die Bagger drüberfahren. Der Teufel lag im Detail: SR Willi Glaser (SPÖ) sah sich mit dem Vorwurf – nicht nur – seitens Tobias Spazierers (ÖVP) konfrontiert, Fristen verstreichen zu lassen und so mögliche Fördermittel zu verlieren. Man einigte sich, die Planungsfrist bis 31. Oktober einzuhalten, dann zu beurteilen, ob beide "Baustellen" finanziell stemmbar sind und zuletzt demgemäß Förderansuchen zu stellen. Nach fast einer halben Stunde wurde der Antrag der ÖVP, der Bürgermeister möge sich für das rasche Umsetzen einsetzen, vom Antragsteller zurückgezogen.
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