01.10.2014, 09:22 Uhr

Gemeinderat Gmünd beschliesst Wahlkampf Light

GMÜND (mm). Einen Lesemarathon hatte Bürgermeister Andreas Beer bei der Gemeinderatssitzung am 29. September zu absolvieren. War doch die Resolution "Städte neu denken - Finanzen, Bildung, Soziales" neben dem Gemeinderat auch den zahlreichen Schülern des Schulzentrums zu verkünden, die im Rahmen des Unterrichts auch Einblicke in die Kommunalpolitik nehmen. In dieser Resolution fordert der Städtebund untere Anderem die Entwicklung eines gesamtösterreichischen Verkehrskonzeptes und die Erarbeitung von Lösungen, die allen Bürgerinnen und Bürgern den Erwerb hochwertiger Qualifikation ermöglicht und ein Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen für qualifizierte Arbeitskräfte bietet. Die Resolution wurde einstimmig unterstützt.

Achtung Ratten!

In Gmünd sind wieder vermehrt Rattensichtungen zu verzeichnen. Zurückzuführen sei dies vermutlich auf Speisereste im Kanal und durch unsachgemäße Kompostierung von Küchenabfällen. Beer wies auf die "Durchschlagskraft" der kleinen Nager hin, die allerlei Schäden anrichten und auch gefährliche Krankheiten übertragen können. Eine Rattenbekämpfung wird vom Herbst dieses Jahres bis zum Frühling 2015 durchgeführt. Die Kosten dafür betragen beispielsweise für eingeschossige Einfamilienhäuser elf Euro.

Der Prüfungsaauschuss berichtet

Nur Erfreuliches konnte GR Franz Breiteneder verkünden. So sind Kassenbestände und Girokonten ohne Beanstandung geblieben. Weiters wurde Stadtamtsdirektor Horst Weilguni im Rahmen der Sitzung des Ausschusses unter Anderem bezüglich der Wirtschaftshof-Optimierung (die Bezirksblätter berichteten) befragt, die laut Weilguni auch durch ein neues Arbeitszeitmodell Einsparungen für die Gemeinde ohne wesentliche Nachteile für die Bediensteten ermöglichen werde.

Es ist dringend

Nahezu regelmässig beginnen Gmünder Gemeinderatssitzungen mit einem oder mehreren Dringlichkeitsanträgen der FPÖ - so auch diesmal. Neu war allerdings diesmal, dass es einer davon auf die Tagesordnung schaffte. So begehrten Matthias Spindler und Albert Scherzer zum Einen die Schaffung einer überdachten Bushaltestelle in der Lagerstrasse und eine beschränkte Anzahl von Plakatständern anläßlich der Gemeinderatswahlen 2015 - da der "Plakatwald" bei vergangenen Wahlen schon sehr unübersichtlich gewesen sei und auch für die Sicherheit im Strassenverkehr bedenklich. Bezüglich der Bushaltestelle konnte Bgm. Beer vermelden, dass hierfür bereits die Kosten kalkuliert würden und somit abgeregnete Schulkinder in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören würden.

Gentlemen´s Agreement

Bezüglich der einzudämmenden Plakatflut warf SR Martin Preis ein, dass es wohl kaum möglich sei, alle wahlwerbenden Parteien an eine Regelung zu binden, die die Aufstellung von Wahlplakaten bei Androhung von Verwaltungsstrafen bei Übertretung beschränke. Man könne jedoch eine Vereinbarung der im Gemeinderat vertretenen Parteien schliessen, was auch die Zustimmung aller Anwesenden fand. So scheint der Wahlkampf zur Gemeinderatswahl in Gmünd dieses Mal optisch etwas erfreulicher für die Bürger und weniger kostenintensiv für die Parteien zu werden.
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