02.10.2014, 15:03 Uhr

Der Gmünder Arbeitsmarkt im September: Frauen- und Männerarbeitslosigkeit fast ident

BEZIRK GMÜND. Ende September 2014 waren beim Arbeitsmarktservice Gmünd insgesamt 1.278 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 67 (od. 5,0%) weniger als im Vormonat und um 5 (od. 0,4%) weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Auf Landesebene hat somit Gmünd als einziger Bezirk einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres zu verzeichnen. (NÖ +10,1%)“, so AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger.

Die Arbeitslosigkeit der Frauen und Männer ist in absoluten Zahlen fast ident und hat sich gegenüber September 2013 kaum verändert. 640 vorgemerkte Frauen bedeuten ein leichtes Plus von einer Frau (oder -0,2%), 638 Männer ein leichtes Minus von 6 (oder 0,9%) Vorgemerkten. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 17 (oder 8,2%) auf insgesamt 225 gestiegen.
Von den insgesamt 1.291 Vorgemerkten haben 60, also knapp fünf Prozent, wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate. „In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Bau (+15 oder 20,3%), Gesundheits- (+8 oder 20,0%) sowie Fremdenverkehrsberufen (+6 oder 4,9%)“, berichtet der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger. Ein Rückgang war in den Verkehrs- (-22 oder -48,9%) sowie Hilfsberufen (-10 oder -3,8%) zu verzeichnen.
Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 241 Jobsuchende neu arbeitslos, um 16 oder 7,1% mehr als im September 2013. In 350 Fällen (-17 oder -4,6%) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 132 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 88 sind in eine Schulung eingetreten und 130 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.
Stellenangebot stagniert
Mit Ende September waren 63 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein leichtes Minus von 3 Stellen (oder 4,5%). Im abgelaufenen Monat wurden 69 Stellen vom AMS Gmünd akquiriert und gleichzeitig 190 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt nur sechs Tage.

Bessere Arbeitsmarktchancen je höher die Ausbildung

47,8 % der arbeitslos vorgemerkten Personen beim AMS Gmünd haben maximal eine Pflichtschulausbildung, mit Lehrausbildung sind es 36,0 %, mit mittlerer Ausbildung 8,1 %, mit höherer Ausbildung (Matura) 6,2% und mit akademischer Ausbildung 1,9%. Diese Zahlen zeigen deutlich: je niedriger das Ausbildungsniveau desto größer die Gefahr (immer wieder) arbeitslos zu werden. Auffällig ist auch, dass der Anteil arbeitsloser Frauen mit max. Pflichtschulausbildung und mit mittlerer Ausbildung deutlich höher ist als bei den Männern.
Bei Frauen wird der Berufsweg oft durch Zeiten der Kinderbetreuung unterbrochen, nach Ende der Kinderbetreuungphase ist es dann schwierig, wieder in das Berufsleben einzusteigen. Zudem kommt, dass dann oftmals der Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung vorhanden ist, was sich wiederum mit dem Jobangebot nicht deckt“, interpretiert Gerhard Ableidinger, Leiter des AMS Gmünd die aktuellen Arbeitsmarktdaten.
Dennoch ist aus den Zahlen klar abzulesen, dass die Chancen auf einen Job, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, mit der Höhe des Ausbildungsniveaus steigen. Wer am Arbeitsmarkt nachgefragt sein will, muss Qualifizierungen vorweisen können. Die Aus- und Weiterbildungsangebote des AMS orientieren sich zum einem an der Nachfrage der Wirtschaft und zum anderen an Neigung und Eignung der arbeitslosen KundInnen. Auf Basis von individuell mit den KundInnen erarbeiteten Betreuungsvereinbarung wird sichergestellt, dass die vom AMS geförderten Aus- und Weiterbildungen auch zu entsprechenden Erfolgen führen.

 Kennziffern Ende September 2014 (Vergleich Ende September 2013)
Vorgemerkte AL 1.278 (-5)
dav. Frauen 640 (+1)
dav. Männer 638 (-6)
Zugänge in Arbeitslosigkeit 241 (+16)
Abgänge aus Arbeitslosigkeit 350 (-17)
Personen in Schulung 225 (+17)
Zugang offener Stellen 69 (+16)
Abgang offener Stellen 190 (+40)
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