10.09.2014, 00:00 Uhr

Vasoldsberg: Baustelle Schule

Eine im nächsten Jahr geplante Straßenverlegung soll für die VS Vasoldsberg auch eine Verkehrsberuhigung bringen
Aufregung in Vasoldsberg um ordnungsgemäßen Schulbetrieb. Die öffentliche Volksschule glich am letzten Ferientag noch einer Baustelle. Der Schulbeginn am Montag startete problemfrei.

Baustellenbetrieb kurz vor Schulbeginn

Seit Montag wird in den Klassen der öffentlichen Volksschule wieder unterrichtet. Die Asphaltierung der Zugangsstraße wurde am Freitag der Vorwoche abgeschlossen. „Es war nicht früher möglich“, erklärt Bgm. Josef Baumhackl. „Wir haben in den Ferien die Volksschule an die Nahwärme angeschlossen“. Die „Sauber Wärme GmbH“ wärmt nunmehr die Schule wie auch das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene SeneCura Sozialzentrum, die Sport- und Mehrzweckhalle und den Kindergarten. Der durch die neue Heizung frei gewordene Wirtschaftsraum wurde saniert. Über dessen künftigen Verwendungszweck entscheidet die Schulbehörde.

Bei der Volksschule bedarf es noch einiger Nachbesserungen, bestätigt Baumhackl. So müssen aus Gründen der Kindersicherheit die Garderobenhaken ausgetauscht werden. Die Kosten von 6.000 Euro sind nicht das Thema, wie der Bürgermeister festhält, „die Handwerker haben Vollgas gegeben, der Terminplan war eng“. Beim Stiegenabgang zum Turnsaal fehlt noch der Handlauf, aber auch dieser wurde bereits in Auftrag gegeben, bestätigt die Gemeindestube.

Entwarnung bei Schimmel

Ein Wasserfleck in einem Klassenzimmer der Volksschule bereitet der Schulleitung wie der Gemeinde als Schulbetreiber Sorgen. Das 125jährige Schulgebäude wurde 2007 teilsaniert, ein Rohrbruch wird an dieser Stelle ausgeschlossen. Jetzt gehen Professionisten der Ursache auf den Grund. Krankheitserregenden Schimmel schließt der Bürgermeister aus, „die Behörde hätte sonst den Schulbetrieb nicht genehmigt“.

Vasoldsberg zahlt für Schüler der Umlandgemeinden

Der Zustand der öffentlichen Volksschule lässt die Opposition im Gemeinderat an Gerechtigkeit zweifeln. Sie sieht eine Benachteiligung der öffentlichen zugunsten der Hügellandschule. „Mir sind beide Schulen wichtig und beide haben ihre Berechtigung“, sagt Baumhackl. Vasoldsberg gilt als beliebte Zuzugsgemeinde für Jungfamilien, Krabbelstube, Kindergarten, Schule und Ganztagsbetreuung sind vorhanden. Auch GR Ing. Wolfgang Sixt sind beide Schulen wichtig, „aber nicht auf Kosten des Vasoldsberger Gemeindebudgets. Das Jahresbudget allein für die Hügellandschule beträgt rund 400.000 Euro, das die Vasoldsberger bezahlen. Wir zahlen auch beispielsweise für Schüler aus Fernitz, die die Hügellandschule besuchen, dazu“, so der Gemeinderat.

Josef Kozel hat die Volksanwaltschaft eingeschaltet, „nachdem der Bürgermeister weiterhin die Trennung der öffentlichen Schule zur Hügellandschule vorantreibt und den Umbau der Räumlichkeiten, wie Garderobe, Essraum und Bibliothek zu Lasten der öffentlichen Schule veranlasst hat“, so der Vizebürgermeister
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