In Gratwein-Straßengel zu Hause, mit dem Rest der Welt per Du

In der Pension startete Helmuth Schwischay seine zweite Karriere als Glaskünstler, Entertainer und Sprücheklopfer
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Jetzt begeht der pensionierte Professor und Initiator der Kleinkunstinitiative Kürbisspektakel seinen 65. Geburtstag. Mitfeiern kann jeder, wenn bei einem vergnüglichen Abend der Gratweiner Kabarettist Clemens Maria Schreiner auf Charlie und die Kaischlabuam trifft. „Veli Heli“, so Schwischays Künstlername, mischt auf der Bühne mit und nimmt sich dabei selbst aufs Korn. Den Reinerlös der Veranstaltung am 10. Februar um 19:00 Uhr im Hoke-Saal widmet er seiner alten Schule, dem Bundesgymnasium Rein.

„Ich war in mehr als 80 Ländern Ausländer“, sagt Schwischay im Hinblick auf seine zahlreichen Reisen. Das Zuhause des hauptberuflichen Freizeitmillionärs, wie er seinen (Un)Ruhestand bezeichnet, ist Gratwein-Straßengel. Ein zweites Basislager hat der polyglotte Schirninger auf der dalmatinischen Insel Hvar entdeckt. Neben dem milden Mittelmeerklima, traumhaften Buchten, Kieferwäldern und den vielen kleinen Stränden genießt Schwischay auch das kulinarische Angebot Kroatiens. Beim Oktopus Peka, einem Tintenfisch-Gericht, kommt er ins Schwärmen. „In einer traditionellen Gostionica schmort der Tintenfisch im alten Holzofen mehrere Stunden im eigenen Saft, dazu wird der Topf komplett mit Glut zugedeckt“.

Was macht die Ratte im WC?

Nicht nur von kulinarischen Erinnerungen weiß Veli Heli zu berichten. „Unvergesslich ist mir eine Begegnung, die meine Frau und ich in Sri Lanka erlebten. Das Ehepaar wohnte in einem hübschen privaten Quartier, als eines Nachts Dagmar Schwischay ihren Gatten entsetzt weckte. In der Klomuschel saß eine fette Ratte. „Ich schwemm‘ die Ratte mit der Spülung runter“, zeigte sich der Ehemann ritterlich. Aber wie in einer Gegenstromanlage gewann die Ratte gegen den Wasserstrahl und glotzte Schwischay siegessicher an. Jetzt wurden alle Kästen geschlossen, das Haustor aufgemacht und Veli Heli hielt seinen Ledergürtel als Ausstiegshilfe in die Muschel. Die Ratte war das Ehepaar los, aber „für den Rest des Urlaubs hielten wir einen mindestens 20 cm Respektabstand über der Klobrille“, schmunzelt Schwischay.

Wieso fährt man immer wieder weg, wenn es zu Hause am Schönsten ist? „Dein glückliches Zuhause kann das Paradies sein, aber auch dein Gefängnis“, sinniert Schwischay, und ergänzt „die Mischung macht’s“.

Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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