Schauspielerehepaar Gabriele und Otto Köhlmeier
Kunstschaffende in Zeiten des Corona-Virus

Das seit vielen Jahren in Sankt Marein ansässige Schauspielerehepaar Gabriele und Otto Köhlmeier in einer Theaterproduktion vor bald einem halben Jahrhundert.
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  • Das seit vielen Jahren in Sankt Marein ansässige Schauspielerehepaar Gabriele und Otto Köhlmeier in einer Theaterproduktion vor bald einem halben Jahrhundert.
  • hochgeladen von Claudia Wagner

Am 6., 7. und 8. März standen sie noch mit vollem Einsatz auf der Bühne. Doch dann kam Corona und damit die Absage von relativ vielen Vorstellungen in allen Teilen des Landes.
„Das Programm DATUM ABGELAUFEN – WARE IN ORDNUNG war gerade ein Renner und hätte in den letzten und den nächsten Tagen in mehreren Bundesländern aufgeführt werden sollen. Und für das Frauenzentrum Lilith in Krems habe ich extra die Produktion FALTENLOS UND KNITTERFREI neu aufgenommen“, verrät die Schauspielerin und Kabarettistin Gabriele Köhlmeier die augenblickliche Situation. Und ihr Mann, der Regisseur Otto Köhlmeier, fügt hinzu: „Für das Forum Kloster in Gleisdorf haben wir mit dem Musiker Rudolf Plank und seinem Ensemble Ars Harmoniae ein Jubiläumskonzert rund um Piazzolla und Tango inszeniert, poetisch aufbereitet und uns auf die Moderation vorbereitet. Hätte am Samstag stattfinden sollen. Wie alles andere auch: abgesagt“. Jetzt haben die beiden keine Ahnung, wie es weitergehen soll. „Natürlich gibt es da und dort die Zusage, die geplante und abgesagte Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht nachzuholen. Aber wann das sein könnte … niemand weiß das wirklich“. Bald fünfzig Jahre stehen die beiden nun schon gemeinsam auf der Bühne. Fünfzig Jahre, in denen sie manches erlebten. Von Auftrittsverboten und Plakatbeschlagnahmungen bis zu Vorstellungsabbrüchen, erzwungen durch rechtsradikale Störefriede. Aber Absagen auf Grund einer Epidemie oder gar Pandemie, das gab’s noch nie. Dazu kommt, dass die beiden mit über 70 bzw. bald 70 zur besonders gefährdeten Gruppe der „Alten“ gehören. Aber die beiden Theaterleute aus der Elxenbacher Kunstmühle nehmen die Quarantäne gerne auf sich, halten sich an Besuchsverbote und hoffen, dass das Ganze bald überstanden ist. „Für Kunstschaffende, für die es ja in der Regel keine Absicherung gibt, wird das ganz besonders schwierig. Vielleicht bringt diese kultur- und kommunikationsarme Zeit die Menschen aber dazu, Kunst und Kultur wieder als etwas höchst Lebenswertes und Wertvolles zu sehen“, können die beiden der Sache aber durchaus auch positive Aspekte abgewinnen.


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