Musikalisches Nachsitzen für die flott’n Steira

Das  Abschlusskonzert der flott’n Steira sollte Ende März stattfinden, wegen Corona wurde es verschoben.
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Einmal noch richtig Vollgas geben, das wollten Hannes und Helfried Jantscher bei ihrem Abschlusskonzert in ihrer Heimatgemeinde Gratwein-Straßengel. Die Plakate waren gedruckt, die Mehrzweckhalle reserviert, dann kam den flott’n Steira Corona in die Quere. Nach 30 erfolgreichen Jahren in der Musikbranche wollen die Jantscher-Buam ihren Familien und Berufen mehr Zeit widmen. Der Virus zwingt die Brüder zum „Nachsitzen“, das Abschlusskonzert wurde aufgrund der herrschenden Epidemie-Verordnung verschoben. „Da müssen wir alle zusammenhalten, da hilft nur Solidarität“, sagt Hannes, der allen WOCHE-Lesern Gesundheit wünscht.

An den ersten öffentlichen Auftritt der Jantscher-Buam erinnert sich Helfried noch genau. „Es war 1989, der Mühlbachkogler Trachtenverein z’Hörgas veranstaltete ein Eisstockschießen auf der Weihermühle“. Fortan nannten sich die zwei Jugendlichen „Jantscher-Buam“. Wir haben bei der Sparvereinsauszahlung beim Schusterbauer, bei Geburtstagsfeiern und kleinen Vereinsfesten aufgespielt“, erinnert sich Hannes. Als Lohn gab es Würstel mit Senf oder ein paar Schillinge Taschengeld. Im August 1995 wurde die Gruppe erweitert und nannte sich fortan „die flott’n Steira“. Auftritte bei den „lustigen Musikanten“ mit Marianne & Michael, in der ZDF-Hitparade bei Carolin Reiber oder beim Radiofrühschoppen folgten, ebenso Tourneen in die Schweiz, nach Holland oder Russland. Mit „Mach doch deine Augen zu“ oder „in die Hölle und zurück“ eroberten die flott’n Steira ihr Publikum im Nu.

Die Musik wurde den Brüdern in die Wiege gelegt. „Unser Opa war Musiker und nahm zu einem Auftritt unsere Mutter Josefine mit, die gesungen hat. Da lernte sie unseren Vater Lorenz kennen, der ja auch Musiker ist, und da hat’s dann bei den Eltern gefunkt“, schmunzeln die Jantscher-Buam. Hannes lernte in der VS Eisbach Flöte, Bruder Helfried ging unter die Fittiche des legendären Kapellmeisters Friedrich Liebscher und lernte bei der Feuerwehrmusik Eisbach-Rein Bariton.

„Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören. Ich glaube, es ist für uns nach drei Jahrzehnten jetzt der richtige Moment gekommen und die Familie in den Vordergrund zu stellen“, sagt Hannes. „Die flott’n Steira waren für uns ein wichtiger Lebensabschnitt, ich möchte keine Minute missen“, ergänzt Helfried. Die Stimmungskanonen haben für die Musikkarriere auch auf vieles verzichten müssen. „Wenn unsere Freund‘ am Samstag ausgegangen sind, dann standen wir irgendwo auf einer Bühne. Familienfeste mussten sich nach unserem Terminkalender richten, oder wir waren ganz einfach nicht dabei. Und so gut wie jeder Urlaub floss in die Musik“. Ein Abschiedskonzert wird kommen, versprechen die Jantschers. „Jetzt ist aber wichtig, dass alle gut die Corona-Epidemie überstehen“.

Das  Abschlusskonzert der flott’n Steira sollte Ende März stattfinden, wegen Corona wurde es verschoben.
Hannes (li) und Helfried Jantscher blicken auf 30 Jahre Musikgeschichte, jetzt wollen die flott’n Steira kürzer treten
Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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