Premstätter bringt den Fetzenmarkt zum Singen

Nach Lust und Laune singen Rudolf Zink und die Mitglieder des GV Unterpremstätten-Zettling beim Fetzenmarkt zwischen Hadern und Trödel.
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Nur alle zwei Jahre organisiert der Gesangsverein Unterpremstätten-Zettling einen Fetzenmarkt nach ländlichem Brauch. Dass zwischen alten Töpfen, Großmutters Schürzen und Opas historischem Schlitten viel Spaß aufkommt, dafür sorgen Obmann Rudolf Zink und die Tenöre, Bässe, Sopranisten und Altstimmen des Premstätter Chors. Wem gerade ein Lied auf der Zunge liegt, der stimmt an – und plötzlich singt’s aus allen Ecken. Da dürfen Flohmarktbesucher gerne mitsingen, summen oder pfeifen, ob richtig oder falsch, schöne Melodien verleihen auch alten Hadern einen Glanz.

Am 9. September von 7:30 bis 14:30 Uhr gleicht der frühere Bauhof beim Premstätter Kultursaal einer Operettenbühne. Nur dass der Requisiteur ein bisschen tief in die Mottenkiste greift. Vom Frühstückshäferl bis zum Nachthemd findet sich hier alles inklusive Küchenkast’l und Bettgestell. Lampenschirme, Schraubendampfer, Puppenwägen, Blumentöpfe – alles Angebotene hat hier Geschichte. Nur der „Fetzenteller“ mit Würstel und Koteletts, der ist frisch.

„Ich hab‘ schon immer gern mitgesungen, wenn mir ein Lied im Radio gefallen hat“, sagt Rudolf Zink, der in Wundschuh geboren und in Lichendorf bei Wildon aufgewachsen ist. Als der Gesangsverein Unterpremstätten-Zettling 2007 Nachwuchs suchte, machte ihn Gattin Renate darauf aufmerksam. So wurde der Premstätter Mitglied und später Obmann bei einem Chor, der sich dem alten Liedgut der Steirer und Kärntner verschrieben, aber auch Musicals und Evergreens im Repertoire hat. „Die Suche ist geblieben“, schmunzelt Zink. „Unser Chor besteht seit 95 Jahren, wir möchten gerne auch den 100er feiern, da braucht’s immer Nachwuchs bei allen Stimmen“. Im 30 Mitglieder zählenden Chor singt der Angestellte einer Kfz-Zulassungsstelle den Bass und moderiert mit viel Witz und Charme dessen Veranstaltungen. Konzerthöhepunkte waren Auftritte in der Basilika von Stift Rein, Stainz und Riga/Lettland, der Heimat von Chorleiterin Ilze Kroja-Holzer.

Singen ist für Rudolf Zink der Ausgleich zum Beruf. „Man muss sich auf Stimme und Melodie einlassen und einen Rhythmus finden. Das schafft man nicht, wenn man stressbedingt auf 100 ist, da braucht es Einstimmung auf innere Ruhe, damit man auf Takt und Gleichmäßigkeit kommt“. Als das Schöne am Chorsingen bezeichnet der 57jährige den Teamgeist. „Wer allein singt, hat alle Freiheiten. Im Chor aber muss man auf die anderen Stimmen hinhören, damit das Ganze einen schönen Klang ergibt“.

Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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