Tagebuch
Unsere Erlebnisse am Franziskusweg 3. Mai (4. Tag)

Das war bisweilen der herausforderndste Tag
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  • Das war bisweilen der herausforderndste Tag
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Freitag, 3. Mai (4.Tag)
Tagesetappe: Von Stia nach Camaldoli/Dorf
1600 Höhenmeter

Das war bisweilen der herausforderndste Tag und andererseits einer der schönsten Etappen!
7,5 Stunden durchlaufend reine Gehzeit, mit nur 10 Minuten Pause. Jedes Mal, wenn wir einen Ort verlassen, beginnt das Suchen, wo der Weg weitergeht. Dafür ist das Outdoor- Handbuch von Kees Roodenburg sehr nützlich.
Die schlechte Wettervorhersage hat sich heute pünktlich genau um 12:30 bestätigt. Es begann nach 4,5 Stunden in Strömen zu regnen.

Das Regenzeug anziehen ist eine eigene Prozedur: Rucksack herunter-Regenzeug heraus-Schuhe ausziehen-Regenhose anziehen- Schuhe wieder anziehen-Regenjacke anziehen-beim Rucksack die Regenhülle anbringen-Rucksack umhängen und weiter geht‘s!

Unterwegs hängte sich Paul, der Amerikaner bei uns an. Es dauerte nicht lange, kam Ferdinand aus Deutschland auch dazu. Beide hatten wir am Consuma beim Abendessen kennengelernt. Und es dauerte nicht lange, bis wir merkten, dass wir uns allesamt verirrt hatten. Dabei halfen alle unsere Reiseführer-Beschreibungen nicht. Zu diesem Zeitpunkt war meine „Outdooractive App“ äußerst hilfreich! So konnten wir wieder den richtigen Weg nach zwei Umwegen finden.

Beim Hineingreifen in meine Regenjacke musste ich feststellen, dass meine Taschen, wo ich den Fotoapparat und das Handy eingesteckt hatte, mit Regenwasser gefüllt waren. Oh... mein Schreck! Hoffentlich funktionieren die Geräte noch, so meine ersten Gedanken. Mein Fotoapparat streikte, aber mein I-Phone funktionierte noch, Gott sei Dank! Denn wie Ferd‘l anmerkte: „Danke Erich, ohne dich hätten wir noch lange nicht hierher gefunden“. Zum Innehalten war an diesem Tag überhaupt nicht zu denken. Beim letzten Bergab-Abschnitt sind wir oft im „knöcheltiefen Gatsch“ ausgerutscht und mehrmals gestürzt. Dementsprechend paniert mit Erde sind wir in unserer Unterkunft eingetroffen und wir waren in diesem Moment alle sichtlich erleichtert.
Zunächst folgte das große Wäschetrocknen mit Heizstrahler und reichliches Aufwärmen, da um diese Jahreszeit in Italien nicht geheizt wird.

Zitat Brigitte: Bis jetzt habe ich nur Wald und Bäume gesehen. So kenne ich Italien nicht. Ich hätte schon so einen Gusto auf eine Pizza, die haben wir bis jetzt nirgends bekommen. Bis jetzt haben wir uns nur von Nudeln ernährt. Das gute Weißbrot in Italien vermisse ich besonders, aber vielleicht kommt alles noch. Ich lasse mich überraschen!

FORTSETZUNG TAG FÜR TAG:
Wir, Brigitte und ich, teilen mit Ihnen täglich in der Corona-Virus Zeit unsere Erlebnisse am Franziskusweg.
29. April bis 26. Mai 2019
Von Florenz nach ROM 563 km

Viel Spaß beim Lesen!

Regionaut Erich Timischl


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