Zum runden Geburtstag soll einiges werden, wie es war

Das ZOR-Kernteam Siegfried Peichler, Hans Sattler, Klaus Seelos und Ursula Wilding laden zum Stammtisch in die Stiftstaverne Rein.
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  • Das ZOR-Kernteam Siegfried Peichler, Hans Sattler, Klaus Seelos und Ursula Wilding laden zum Stammtisch in die Stiftstaverne Rein.
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Stift Rein richtet seinen Blick auf das Jahr 2029, dann wird das älteste bestehende Kloster der Zisterzienser seinen 900. Geburtstag feiern. Ein viel jüngeres Jubiläum, das eng mit dem großen Ereignis zu tun hat, begeht die Bürgerbeteiligung ZOR (Zukunft Ortskern Rein) in Gratwein-Straßengel. Sie richtet seit fünf Jahren ihren Fokus auf das Ortsbild und die Belebung des Ortskerns von Rein. Einiges ist bereits geschehen, vieles auf Schiene, und noch viel mehr in den Köpfen des ehrenamtlichen Kernteams Siegfried Peichler, Hans Sattler, Klaus Seelos und Ursula Wilding

Seit 2015 aus vier Gemeinden (Eisbach, Gratwein, Gschnaidt und Judendorf) die Großgemeinde wurde, lädt die Kommunalpolitik verstärkt zur Bürgerbeteiligung ein. Das rief Siegfried Peichler und Hans Sattler auf den Plan, bis zum großen Jubiläum des Klosters auch den Ortskern einem sanften Relaunch zu unterziehen. Im Fokus stehen alte Handwerkstraditionen, die Belebung des Ortskerns, die Vertiefung der Gesprächskultur und das Aufzeigen, welches historische Juwel die Gemeinde weltberühmt gemacht hat.

„Als geborener Reiner bin ich von Anfang an mit Herzblut dabei“, sagt Peichler. Der Architekt hat die Vision, dem alten Handwerksdorf in Rein neues Leben zu geben. In der Straße hinter dem ehemaligen Gemeindeamt Eisbach-Rein waren Generationen zuvor Handwerker angesiedelt, die dem Stift zuarbeiteten. In diesem Bereich hat Sattler das uralte Haus seiner Eltern renoviert, in dem ein Wagner und danach ein Schneider untergebracht waren. „Im Haus vom Schmied gibt es sogar noch die Esse und altes Werkzeug“, weiß Peichler. Geht es nach ZOR, sollen hier kleine, feine Handwerksbetriebe wieder einziehen. Eine Hutmanufaktur zeigt bereits Interesse, „wir können uns aber auch ein Kompetenzzentrum für Oldtimer vorstellen, und dass sich Kunsttischler, Wagner oder Lebzelter hier ansiedeln“, sagt Peichler. Lange bevor es Apotheken gab, waren es Mönche, die aus Heilkräutern im Klostergarten Medizin herstellten. „Wir stellen uns auch die Rekultivierung und Neugestaltung des historischen Stiftsgartens (heute eine Wiese) vor und ein attraktives Ambiente für die Teichwiese (früher Fischteich)“, gibt Sattler Einblick in wagemutige Vorhaben.

Auf Anregung der politisch unabhängigen Bürgerbeteiligung ZOR gestaltete die Gemeinde neben der Stiftstaverne einen Abenteuerspielplatz, der gerne auch von Ausflugsgästen mit Kindern genutzt wird. Auch für die Gestaltung eines Begegnungsraums gab die Gemeinde Grünes Licht, die Umsetzung scheiterte an den Hochwasserschutz-Auflagen des Landes, weshalb ZOR auch das Thema „Alternativer, naturnaher Hochwasserschutz“ aufgriff. Erfolgreich ist die Gruppe bei der Pflege der Gesprächskultur. Auf Einladung von ZOR referierten bei den „Reiner Gesprächen“ Persönlichkeiten wie der Psychotherapeut und Bestseller-Autor Michael Lehofer, der Grazer City-Manager Heimo Maieritsch, der Leiter des Instituts für Ethik Leopold Neuhold, die Journalistin Ingrid Brodnig und zuletzt der Geschäftsführer von ARS Electronica Gerfried Stocker.

„Wir ergänzen uns, jeder bringt sein Können, seine Erfahrung und seine Visionen ein. Einer gibt Gas, ein anderer schaltet einen Gang zurück“, lacht Peichler. „Wir wollen etwas bewirken, und das geht am besten, wenn viele ihre Ideen einbringen“, ergänzt er und lädt mit seinem Team zum Stammtisch „Komm Rein“ am 11. März um 18:00 Uhr in die Stiftstaverne. Kommen kann jeder der mitreden, mitgestalten oder einfach nur zuhören will.


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