Ratgeber des Zivilschutz Graz-Umgebung
Achtung – giftige Pflanzen!

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Ab dem Monat Mai werden die Tage immer schöner und wärmer. Man stellt sich immer mehr auf einen morgendlichen bzw. abendlichen Spaziergang oder Lauf ein. Oft begegnet man hier am Wegesrand, besondere Gräser, sattgrüne Pflanzen oder prall farbige Blumen. Schönheiten die uns beim Gang durch die Natur begleiten und wir wissen oft über sie nicht bescheid! So schön manche Pflanzen auch blühen, so prächtig sich ihre Blätter verfärben, so leuchtend und einladend ihre Früchte sind: Erstaunlich viele Pflanzen in unserer freien Natur sind giftig. Damit es hier zu keinen bösen Überraschungen kommt, greift der Zivilschutz Graz-Umgebung dieses Thema auf und warnt in Form eines Ratgebers: Achtung – giftige Pflanzen!

Diese sind lebensgefährlich, der Steir. Zivilschutzverband und die Stadt Graz haben einen aufklärenden Ratgeber „GIFTIGE PFLANZEN“ aufgelegt, der kostenlos angefordert werden kann.

Ein großes Anliegen der Aufklärung über unsere Pflanzenwelt ist dem Zivilschutz Graz-Umgebung, jene für die Kinder. Kindern wird oft die Unkenntnis in diesem Bereich zum Verhängnis, die die Welt auch über ihren Geschmackssinn entdecken und Pflanzen nicht von Gemüse, ungiftige Beeren nicht von giftigen unterscheiden können. Daher soll dieser Ratgeber auf die Gefahr von Giftpflanzen aufmerksam machen und dadurch helfen Vergiftungen zu vermeiden.

Schwerpunktmäßig wird in diesem Monat informiert:
- Sogenannte Wandplakate „GIFTIGE PFLANZEN“ wurden an die Gemeinden und Schulen für den Aushang in ihren Schaukästen versandt.
- Der Ratgeber „GIFTIGE PFLANZEN“ wird an den Info-Points der Gemeinden zur freien Entnahme aufgelegt.
- Vorgesehen ist auch für die zweite Hälfte des Jahres 2020, dass dieser Ratgeber bei den künftigen Wander- und Spazierveranstaltungen aufgelegt wird.

Dieser informative Ratgeber ist in die Bereiche „Giftpflanzen aus der Natur“, „Gartenpflanzen/Ziergehölze“, „Zimmerpflanzen“ und „Neophyten“ (Eindringlinge, Verdränger bzw. Eroberer) gegliedert. Dabei sind Pflanzen wie Maiglöckchen, Christrose oder Efeu sowohl Natur- als auch Gartenpflanzen.

Wichtige Anmerkung & praktischer Vergleiche

Pflanzen, Gräser, Blumen, welche die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen, werden im Allgemeinen „Giftpflanzen“ genannt. Auch Haustiere reagieren oft irritierend auf deren Einfluss. Einige dieser Gewächse lösen bei den Menschen sogenannte Allergien aus. Diese Pflanzen, Gräser und Blumen enthalten kein Gift, sondern bestimmte Stoffe, die bei sensiblen Geschöpfen eine Autoimmunreaktion hervorrufen.
Der dadurch resultierende praktische Unterschied: „Echte Giftpflanzen können für alle gefährlich sein, allergene Gewächse aber nur für jene Menschen, die auf die jeweilige Pflanze allergisch reagieren“.

Nicht alles „Grün“ ist essbar!

Und hier möchte der Zivilschutzverband nochmals auf die Aufklärung von Kindern betreffend der Pflanzenwelt hinweisen. Man sollte mit dem Anhaltspunkt erklären, dass grüne Pflanzenteile in aller Regel nicht immer roh genießbar sind. Dass man Pflanzen ohne Grund auch nicht berühren soll, weiß jedes Kind spätestens, wenn es die Brennnessel berührt hat. Kinder lernen so sehr schnell, dass es viele Dinge in der Natur gibt, die man keinesfalls essen und besser auch nicht berühren sollte.

Im Ratgeber wird auch auf die Erste Hilfe bei Pflanzenvergiftungen eingegangen. Zwei Anmerkungen: Die Symptome einer Pflanzenvergiftung treten je nach Art der Gewächse nach wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden auf; Die ersten Anzeichen sind: Übelkeit, Benommenheit, Gleichgewichtsstörungen, Halsbrennen, Brechreiz und Erbrechen, sowie Durchfall und Fieberschübe.

Erste Hilfe bei Pflanzenvergiftungen
- Alle Pflanzenteile sofort ausspucken bzw. aus dem Mund entfernen.
- Ist der/die Vergiftete ohne Bewusstsein oder ist das Gift unbekannt: Rufen Sie sofort die Rettung unter Notruf 144 bzw. EURO-Notruf 112.
- Stellen Sie das Pflanzenmaterial sicher, damit man es identifizieren kann.
- Finden Sie heraus, welche Menge und welche Teile der Pflanze eingenommen wurden (Beeren, Blätter, Samen ...).
- Viel kühles Wasser geben --> keine Kochsalzlösung, kein Rizinusöl, keine Milch (sie kann die Aufnahme der Giftstoffe begünstigen).
- Als erste Maßnahme zuhause ist höchstens die Gabe von Medizinalkohle zu empfehlen, sie kann keine schädlichen Nebenwirkungen haben.
- Das Erbrechen nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder der Vergiftungsinformationszentrale auslösen.
- Kinder auf keinen Fall mit Salzwasser zum Erbrechen bringen.
- Betroffene Hautpartien sehr gründlich abspülen.
- Patienten hinsetzen oder hinlegen, möglichst im Schatten.
- Die Vergiftungsinformationszentrale gibt unter Tel. 01 406 43 43 Auskunft über das Ausmaß der Gefahr und die richtigen Maßnahmen.

Wichtig vor allem: Rettungsdienst verständigen – Notruf 144 oder EURO-Notruf 112
ZS-Bezirksleiter von Graz-Umgebung Peter Kirchengast rät, der Pflanzen-Ratgeber gehört in jeden Haushalt bzw. in jeden Wanderrucksack, Picknickkorb sowie in jede Lauftasche und kann unter Email: zivilschutz.gu@stzsv.at oder Tel.: 0664/3661013 kostenlos angefordert werden.

Bericht: WOCHE GU-Nord Printausgabe Seite 5

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