Ärger der Wirte ist mittlerweile verraucht

Das große Einnebeln hat ein Ende. Zumindest kann man dem Qualm aus dem Wege gehen – vorausgesetzt die Gastronomie befolgt das Rauchergesetz.
  • Das große Einnebeln hat ein Ende. Zumindest kann man dem Qualm aus dem Wege gehen – vorausgesetzt die Gastronomie befolgt das Rauchergesetz.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Markus Kopcsandi

Gegen das neue Rauchergesetz ist kein Kraut
gewachsen – damit haben sich die regionalen Wirte großteils abgefunden.

markus.kopcsandi@woche.at

"Ausrauchen“ hieß es am 1. Juli in vielen nationalen Gastronomiebetrieben, denn an jenem Tag endete die Übergangsfrist für das neue Rauchergesetz. Dieses besagt, dass Lokale mit einer Größe über 50 Quadratmetern ihren Gästen separate Raucher- bzw. Nichtraucherbereiche bieten müssen. Der Hauptraum, der über die Mehrzahl der Verabreichungsplätze verfügt, ist als baulich differenzierter Nichtraucherraum vorgeschrieben. Entsprechende Pickerl sollen die Räumlichkeiten klar kennzeichnen. Bei Verstößen droht Gästen im schlimmsten Fall eine Geldstrafe von 1.000 Euro, Lokalbesitzern bis zu 10.000.

Unmut verflogen

Als anpassungsfähig erweisen sich die Wirte im Bezirk Feldbach – eine Anzeigenflut blieb aus. „Im Jahre 2010 haben wir bis jetzt sieben Anzeigen wegen Übertretungen des Tabakgesetzes bearbeitet“, halten sich gemäß Heribert Potocnik von der Bezirkshauptmannschaft Feldbach die Beanstandungen in Grenzen.
Vorreiter in Sachen Nichtraucherlokal ist Mario Hofer, Geschäftsführer des Lava Inn in Feldbach, der statt Qualm auf Abwechslung setzt, wie er der WOCHE erklärt. „Unser Lava Inn ist seit der Eröffnung 2008 ein Nichtraucherlokal. Wir haben auf jeden Fall bewiesen, dass es möglich ist, durch innovative Ideen wie z. B. Live-Musik-Abende erfolgreich zu sein. Trotzdem bin ich gegen eine Bevormundung unserer Gäste und dafür, dass sich jeder „sein“ Lokal gemäß eigenen Wünschen aussucht. Die Ungleichstellung von Lokalen aufgrund der Lokalgröße ist für mich nicht nachvollziehbar und ungerecht“, so Hofer.
Vom neuen Gesetz überzeugt zeigt sich auch Romy Puchleitner, Besitzerin des Café-Restaurants Beisl in Fehring bzw. des Seehauses in Riegersburg. „Grundsätzlich unterstütze ich die Verschärfung des Nichtraucherschutzes. Vor allem, da das Passivrauchen während der Arbeitszeit für meine Mitarbeiter eine nicht zu unterschätzende Belastung bedeutete. Deshalb habe ich mich für eine klare Lösung entschieden und führe meine beiden Lokale als reine Nichtraucherlokale. Für Raucher habe ich in die Errichtung überdachter und bei Bedarf durch Heizstrahler gewärmter Raucherecken investiert“, erklärt Puchleitner, die ein völliges Rauchverbot für sinnvoll gehalten hätte. Positiv resümiert auch Grünen-Oststeiermark-Sprecherin Marianne Müller-Triebl, selbst Raucherin. „Die jetzige Regelung ist in Ordnung. Eine Diskriminierung der Raucher spüre ich nicht.“

Autor:

Markus Kopcsandi aus Südoststeiermark

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!

1 Kommentar

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.