ÖGJ
Auf Augenhöhe mit den Lehrlingen

Haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Lehrlinge: ÖGJ-Jugendreferent Patrick König und Tanja Bernhardt (Landesjugendsekretärin)
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Orientierung, Motivation und viele neue Chancen: Was wollen und brauchen Lehrlinge? Patrick König, Jugendreferent der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Steiermark gibt Ratschläge.

Bei über 200 Lehrberufen in Österreich fällt die Wahl auf den richtigen schwer. Vor allem in jungen Jahren. Da niemand die Wünsche, Sorgen und Forderungen der Lehrlinge besser versteht als Jugendliche selbst, hat sich die WOCHE mit Patrick König, Jugendreferent der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Steiermark, über Chancen und Motivation unterhalten.

Motivation zur Initiative

Berufsorientierung beginnt meist zuhause. Doch wohin es in Zukunft geht und wie der (womögliche) Rest des Arbeitslebens aussieht, ist häufig mit Unwissenheit verbunden. Denn gerade die Jugendlichen beziehungsweise angehenden Lehrlinge sind über die Fülle an Möglichkeiten, die die Arbeitswelt bietet, wenig informiert. Hier bietet sich die ÖGJ als direkter Ansprechpartner an, sie informiert und begleitet Jugendliche während und nach der Ausbildungszeit und setzt sich für ihre Interessen ein. Auch bei Kollektivvertragsverhandlungen mit den Arbeitgebern, wo zum Beispiel über Lehrlingsentschädigung, Arbeitszeiten sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld verhandelt wird, stehen sie zur Seite.
König weiß daher ganz genau, wie die Lehrlingssituation in Graz-Umgebung aussieht. Um etwa Jugendliche für einen Lehrberuf zu begeistern, muss für den 19-Jährigen Berufsorientierung anders stattfinden. "Methoden, die bei mir damals, 2014, funktioniert haben, finden heute keinen Anklang. Die Jugendlichen ticken anders und brauchen modernere Methoden, Berufe kennenzulernen. Interaktionsbereiche bei Berufsinfomessen wären ein Vorschlag", sagt der Gratkorner. Dort, führt er weiter an, können Jugendliche aktiv Lehrberufe ausprobieren und ihre Skills testen. "Die intensive Beschäftigung mit den eigenen Talenten, Stärken und den damit verbundenen Möglichkeiten steigert die Motivation und die Eigeninitiative, den Weg in die Lehre zu gehen." Für ihn selbst war immer klar, eine Lehre zu beginnen. Heute ist er Papiertechniker bei Sappi.

Alle Möglichkeiten aufzeigen

Auch die Politik sei gefordert, dem wirtschaftlichen Nachwuchs unter die Arme zu greifen. Sie könnte, so Königs Vorschlag, den Lehrbetrieben einen "Werkzeugkoffer" mit Tools zur Verfügung stellen. "Bei der Suche nach zukünftigen Fachkräften muss mehr auf Marketing und Inszenierung gesetzt werden. Die Zielgruppe befindet sich auf Social Media, wo man als Lehrbetrieb kostengünstig die Aufmerksamkeit bekommen könnte." Digitaler Fortschritt und die stetige Weiterentwicklung der Technologie sind überdies Bereiche, auf die die Wirtschaft der Zukunft Wert legen sollte. "In diesen Bereichen ergeben sich neue Ausbildungsmöglichkeiten und attraktivere Berufsbilder, die besonders für die heutige Jugend ansprechender sind", sagt er. Vom Vorurteil, dass die "Jugend heutzutage eh nicht arbeiten möchte", will er nichts hören. "Was man nicht kennt, interessiert einen nicht. Daher müssen wir aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt."

Allgemeine Infos:
Die ÖGJ ist die größte überparteiliche Jugendorganisation Österreichs. Während der Ausbildung und danach steht sie der Jugend zur Seite und kümmert sich um Interessen in Sachen Beruf und Ausbildung. Die ÖGJ bietet ein breites Bildungs- und Freizeitangebot an. Ein Jugendvertrauensrat vermittelt zwischen Lehrling und Betriebsleitung. www.oegj.at, instagram.com/oegj_styria, facebook.at/oegjsteiermark

Nützliche Links für die Lehre und den Ausbildungsweg:

www.wko.at: Allgemeine Infos (Rechte und Pflichten, Ansprechpartner)

www.lehrberuf.info: Lehrstellensuche, Lehrlingskompass

www.ams.at: Lehrstellenbörse

www.lehrling.at: Infoecke (Bewerbungstipps), Lehrbetriebe stellen sich vor

www.zam-steiermark.at: Förderung der beruflichen Chancen von Frauen

Autor:

Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung

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