3 Tage ohne Strom
Blackout - so bereiten Sie sich vor

DI Roland Bergmayer (Energie Steiermark), Gertrud Zwicker (ÖAAB), Zivilschutz-Bezirksleiter Peter Kirchengast und Gerhard Luczu (ÖAAB) informieren die Bevölkerung für den Krisenfall.
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  • DI Roland Bergmayer (Energie Steiermark), Gertrud Zwicker (ÖAAB), Zivilschutz-Bezirksleiter Peter Kirchengast und Gerhard Luczu (ÖAAB) informieren die Bevölkerung für den Krisenfall.
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Wie Sie für den Krisenfall vorsorgen können und was Sie auf alle Fälle zu Hause haben sollten, erklärt der Zivilschutz-Bezirksleiter Peter Kirchengast.

Unser gesamtes Leben ist von der Stromversorgung abhängig – ohne Strom haben wir weder Licht noch eine Wasserversorgung, Geräte funktionieren nicht, Mobiltelefone bleiben stumm, Heizungen kalt und die Infrastruktur kommt zum Erliegen. Ein großflächiger Stromausfall – das sogenannte Blackout – kann auch bei uns vorkommen. Rund 120 Besucher haben sich bei der Vortragsreihe „Wissen für Alle“ des ÖAAB Gratwein-Straßengel über die Vorsorge im Krisenfall informiert. „Das wichtigste ist, dass man sich bereits jetzt Gedanken macht und vorsorgt – dabei sollte man ein bis zwei Wochen berücksichtigen“, rät Peter Kirchengast. 

So bereiten Sie sich vor

Der erste Punkt, den man im Falle eines Blackouts beachten sollte, ist die Informationsweitergabe – „Haben Sie ein batteriebetriebenes Radio zuhause, um erste Infos über den Stromausfall zu erhalten? – Nein? Dann können Sie auch ihr Handy oder Autoradio verwenden. Über das Auto oder einen Laptop haben Sie auch kurzfristige Lademöglichkeiten für Ihr Mobiltelefon“, so Kirchengast.
Der nächste wichtige Faktor ist die Trinkwasserversorgung, so sollten pro Person 2,5 Liter Wasser pro Tag zur Verfügung stehen – „im Notfall reichen auch 1,5 Liter pro Person und Tag. Nicht zu vergessen: auch der Warmwasserspeicher kann zur Trinkwasserversorgung herangezogen werden – dort sind je nach Größe 50-300 Liter Trinkwasser gespeichert.“
Die Grundversorgung mit Lebensmitteln ist ebenso wichtig, wobei laut Peter Kirchengast von Hamsterkäufen definitiv abzuraten ist. Lang haltbare Essensvorräte, etwa in Konserven eignen sich besonders gut für die Lebensmittelgrundversorgung – vergessen Sie hier nicht auf Ihre Haustiere. Auch für die Zubereitung der Lebensmittel ohne Strom gibt es gute Alternativen – hier greifen Sie am besten auf Holz- und Gasgriller oder Campingkocher zurück. Taschenlampen, Ersatzbatterien, Kerzen, Petroleum- oder Gaslampen sollten für den Fall eines Blackouts vorrätig, funktionsfähig und vor allem griffbereit sein.

Die Gesundheitsvorsorge

Bei einem Blackout kommt auch die Infrastruktur zum Erliegen: Geschäfte und Apotheken bleiben geschlossen und Zahlungssysteme funktionieren nicht mehr – wichtige Medikamente und eine gut ausgestattete Hausapotheke sollten daher in keinem Haushalt fehlen. Ein Erste-Hilfe-Kasten im Haus ist sinnvoll, aber im Notfall auch in jedem Auto vorhanden. Für den Krisenfall halten Sie am besten eine Telefonliste mit den wichtigsten Notrufnummern, Familienmitgliedern, Nachbarn, Apotheken und Ärzten griffbereit.
Vergessen Sie auch nicht ausreichende Hygiene- und Körperpflegeartikel zu Hause zu haben. Abschließend gibt Kirchengast mit auf den Weg, dass „die Kommunikation ein entscheidender Punkt ist – reden Sie mit Ihren Nachbarn und helfen Sie sich im Krisenfall gegenseitig. Und vor allem bewahren Sie im Ernstfall Ruhe und machen Sie sich bereits jetzt Gedanken über die Vorsorge“.

Autor:

Tamara Mednitzer aus Graz-Umgebung

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