Das Land stimmt bald neue Töne an

Dem Spielen im Orchester gehen in den Musikschulen hochwertiger Einzelunterricht und Üben in Kleinstgruppen voran.
  • Dem Spielen im Orchester gehen in den Musikschulen hochwertiger Einzelunterricht und Üben in Kleinstgruppen voran.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Ulrike Kiedl-Gölles

Musikschulen stehen vor Umstrukturierung. Die Entscheidung der Politik steht noch aus.

Die Sparmaßnahmen des Landes Steiermark machen vor den Musikschulen nicht Halt. Auch wenn die Direktoren des Fachverbands kommunaler Musikschulen mit Vorsitzendem Heinz Dieter Sibitz, Direktor der Franz-Schubert-Musikschule der Stadt Fürstenfeld, ihren Willen bekundet, die fachliche und organisatorische Qualität der Musikschulen zu sichern, werden die Entscheidungen über die Neustrukturierung auf politischer Ebene getroffen.
Weder die Direktoren der sieben regionalen Musikschulen, noch die Bürgermeister der Trägergemeinden wissen, welche Neuerungen auf sie zukommen. „Die Ergebnisse aus zwei Arbeitsgruppen, in denen unter anderem Pädagogen sowie Gemeinde- und Städtebund eingebunden waren, wurden Ende Feber an Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann weitergeleitet“, so Roswitha Preininger, Leiterin des Referats Kommunale Musikschulen. Der Projektabschlussbericht sei in der Begutachtungsphase, es sei noch offen, wann Entscheidungen fallen werden. Die 48 Hauptstandorte der kommunalen Musikschulen würden auf jeden Fall bestehen bleiben, war aus dem Büro der Landesrätin zu erfahren.

Ängste und Wünsche

„Es wird über unsere Köpfe hinweg entschieden. Es wäre gut, wenn auch in der Strukturgruppe Musikpädagogen eingebunden wären“, so Meinrad Kaufmann, Direktor der Musikschule Gnas. Er hofft, dass in den Nachmittagsbetreuungen der Musikunterricht nicht von „Freizeitpädagogen“ übernommen werde. Direktor Rudolf Trummer von der Musikschule Feldbach betont, dass nur Einzelunterricht oder Üben in Kleinstgruppen Sinn machen würde, um eine gute Basis für das Spielen im Ensemble bzw. Orchester zu schaffen.
„Von 26 Millionen Landesförderung sollen sechs eingespart werden, ein Teil durch Streichung von Fachsubventionen“, weiß Heinz Dieter Sibitz. Die Lehrverpflichtung werde von 24 auf 26 Wochenstunden erhöht. Die Musikschulen müssten auf jeden Fall ihren öffentlich rechtlichen Status behalten. Bürgermeister der Trägergemeinden hoffen u.a. auf ein flexibleres Fördermodell. „Die Lehrer haben derzeit Verträge mit den Gemeinden, die Stunden werden vom Land gefördert. Wenn mehr Stunden benötigt werden, müssen das die Gemeinde tragen“, erklärt Bgm. Johann Winkelmaier aus Fehring. „Wir sind nicht gegen eine Reform, aber neue Strukturen müssen Sinn machen“, so der Fürstenfelder Bürgermeister Werner Gutzwar.

Regionale Musikschulen:
Die sieben kommunalen Musikschulen in der Region:
Musikschule Fehring: Direktor Josef Lackner, 17 Lehrer, dislozierter Unterricht in Bad Gleichenberg; Musikschule Feldbach: Direktor Rudolf Trummer, 14 Lehrer, dislozierter Unterricht in Edelsbach und Riegersburg; Musikschule Gnas: Direktor Meinrad Kaufmann, 19 Lehrer, Unterricht auch in Paldau, Straden und Trautmannsorf; Musikschule St. Stefan im Rosental: Direktor Karl Pfeiler, 14 Lehrer, dislozierter Unterricht in Kirchbach und Jagerberg; Musikschule Fürstenfeld: Direktor Heinz Dieter Sibitz, 12 Lehrer, Unterricht auch in Altenmarkt und Loipersdorf; Musikschule Ilz: Direktor Werner Deutsch, 25 Lehrer, dislozierter Unterricht in Großsteinbach, Markt Hartmannsdorf und Blumau; Musikschule Bad Radkersburg: Direktor Helmut Arnfelser, 14 Lehrer, dislozierter Unterricht in Halbenrain, Klöch, Tieschen und St. Anna am Aigen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen