Gemeinderatswahl
Ein Einblick in die Amtstuben von GU-Nord

Im Juli 2019 feierte Andreas Staude (hier mit Bezirkshauptfrau Angelika Unger und LR Ursula Lackner) sein 20-jähriges Bürgermeister-Jubiläum.
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Welcher Ortschef ist am längsten dabei, wer arbeitet in der kleinsten Gemeinde? Ein kleines Zahlenspiel vor der Gemeinderatswahl.

Am 22. März ist es so weit: In der Steiermark gehen die Gemeinderatswahlen über die Wahlbühne. Exakt 128.680 GUler haben die Gelegenheit, Bewegung in die Kommunalpolitik zu bringen. Wer für was einsteht, das können die Wähler bereits auf unterschiedlichen Wahlwerbungen lesen – oder im Gespräch herausfinden. Aber wie sieht es überhaupt mit den amtierenden Ortschefs aus? Wer ist der längstdienende, wie funktioniert die Arbeit in der einwohnerkleinsten oder flächengrößten Gemeinde? Die WOCHE hat nachgefragt.

Am längsten schon dabei

Der am längsten dienende Bürgermeister in GU-Nord kümmert sich seit 20 Jahren um die Anliegen der St. Oswalder: Seit dem Sommer 1999 ist Andreas Staude Bürgermeister. "Weil i di mog", lautet sein aktueller Wahlslogan, "Weil ich eben noch mag", sein klares Statement dazu. An die Anfänge kann er sich gut erinnern. "Ich komme aus der Gewerkschaft und hatte schon immer ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsdenken. Das hat mich dazu bewegt, Bürgermeister zu werden." Und er hat noch viel vor, "zum Beispiel das Betreute Wohnen als Ergänzung zum Pflegeheim, die Errichtung des Vereinsheims oder die Erhaltung des Nahversorgers". Knapp dahinter im Amtszeiten-Ranking ist Franz Gruber: Kumbergs Bürgermeister ist seit 2000 in Amt und Würden. Als Letzter zum "Bürgermeisterbund" in GU-Nord zugestoßen ist der Ortschef Peggaus: Im Herbst 2017 legte Helmut Michael Salomon offiziell sein Amt zurück und in die Hände von Hannes Tieber. Das war bereits vor der Wahl bekannt. "Ich bin Bürgermeister geworden, weil ich meiner Heimatgemeinde den Rücken stärken will, ein offenes Ohr für die Bürger habe und ihr Ansprechpartner sein will", sagt Tieber.

Kleine und große Aufgaben

Der Bürgermeister der einwohnerkleinsten Gemeinde im Bezirk, Stiwoll, ist seit 2014 Alfred Brettenthaler. "Der Vorteil einer so kleinen Gemeinde ist es natürlich, dass ich jeden persönlich kenne, ich kenne sozusagen auch jeden Haushalt, jeden Herd", schmunzelt der Ortschef. Herausforderungen hingegen gibt es hier bei der Kinderbetreuung, denn prinzipiell haben es kleinere Gemeinden schwerer, dies zu finanzieren. "Natürlich bemühen wir uns und tun unser Bestes", ergänzt er. Der Vorteil hierbei sei allerdings wiederum, dass in Stiwoll Generationen gut zusammengreifen und sich gegenseitig helfen. Ganze 153,84 km² zählen zum Arbeitsgebiet des Frohnleitner Bürgermeisters: Seit 2015 ist Johannes Wagner für die Stadtgemeinde zuständig, als jüngster Bürgermeister in GU-Nord. "Die Kommunalpolitik ist die direkteste Art, Politik zu machen. Das war auch der Anreiz, Bürgermeister zu werden. Frohnleiten weist eine enorme Lebensqualität auf, und es ist schön, hier gestalten und mitwirken zu können", sagt er.

Im Juli 2019 feierte Andreas Staude (hier mit Bezirkshauptfrau Angelika Unger und LR Ursula Lackner) sein 20-jähriges Bürgermeister-Jubiläum.
Autor:

Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung

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