Expertentipp: Wenn man nicht zur Ruhe kommt

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Die Grenzen der Belastbarkeit liegen jedoch bei jedem woanders – vorhanden sind sie aber auf jeden Fall. "Wenn man meint, nicht zur Ruhe kommen zu können, sich gestresst und überarbeitet fühlt und immer wieder gereizt ist, sollte man einen einfachen Test machen: Überlegen Sie, welche Gedanken Sie vor dem Einschlafen am meisten beschäftigen", sagt die psychologische Beraterin und WOCHE-Expertin Anna Katharina Lanz.

Fragen über Fragen

Sind schon alle Aufgaben erledigt? Was bringt der nächste Tag? Muss man sich Sorgen um den Beruf machen? Werde ich von einer Krankheit geplagt? Wird der Partner sich verabschieden? Brauch ich einen Lebenspartner an meiner Seite? Droht gar, die Existenz zu scheitern?  "Sind die privaten, intimsten und emotionalen Lebenssituationen so gegenwärtig, prägen sie den 24-Stunden-Tag. Selbst in den Träumen halten diese unbefriedigten Umstände Einzug. Es ist wie ein Film, der Tag und Nacht im Kopf abläuft", sagt Lanz und rät: "In erster Linie wäre es ratsam, eine vertraute, unparteiische, neutrale Person zurate zu ziehen. Vermeiden Sie es, Ihre privatesten Angelegenheiten mit Arbeitskollegen zu bereden, das könnte zum Verhängnis werden. Privat ist privat."

Ein vertrauter, freundlicher Begleiter kann, so die Expertin, eine Sachlage womöglich nicht verändern, aber einen anderen Blick in eine andere Richtung lenken. Das kann helfen und tut der Seele gut. "Andernfalls steht Ihnen aber immer auch professionelle Beratung zur Verfügung. Langanhaltende Belastungen ohne Sicht auf Lösung sind meist wesentliche Mitauslöser von Krankheiten", meint sie.

Die psychologische Beraterin und WOCHE-Expertin Anna Katharina Lanz

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