Expertentipp: Zeiträuber und Stressmanagement

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"Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei", wusste schon der englische Schriftsteller George Orwell festzustellen. Und seither hat sich an der Zeit und dem Zeitgefühl wenig geändert. Wohl jeder von uns hat schon einmal das Gefühl gehabt, dass ein Tag nicht ausreicht, um sein Arbeitspensum zu bewältigen. Problematisch wird es, meint die WOCHE-Expertin und psychologische Beraterin Anna Katharina Lanz, sobald es zur Routine wird: "Passiert das regelmäßig, zerrt das auf Dauer am Lebensnerv. Man kann dem Problem aber entgegen wirken, indem man als ersten Schritt seinen Tagesablauf analysiert und dabei die 'Zeiträuber' ausmacht."

Ruhezeiten und Arbeitszeiten

Wie das funktioniert? Lanz hat einen kreativen Tipp: „Eine Möglichkeit, den Tagesablauf zu analysieren, ist eine Scheibe mit einer 24-Stunden-Einteilung, auf der man den Tagesablauf samt Ruhezeiten einträgt. Verwenden Sie dabei Stifte mit unterschiedlichen Farben, damit Sie auf einem Blick das Verhältnis von Ruhezeiten und Arbeitszeiten ablesen können. Tragen Sie außerdem – wieder in unterschiedlichen Farben – die Zeiten ein, die Sie mit der Familie, mit Telefonaten oder dem Internet usw. verbrauchen.“ Jetzt heißt es, dranzubleiben, meint die Expertin. „Machen Sie diese Aufzeichnungen konsequent und am Ende des Tages, dann haben Sie einen Überblick, wo die Zeit am Tag, in der Woche und auch im Monat hingegangen ist. Allein damit können Sie eventuell schon Zeitfresser aufspüren und die Zeit besser verwalten.“ Liegt der Stressfaktor am Zeitmanagement, kann man aufgrund der Aufzeichnungen gut reagieren.

Unter die Lupe nehmen

Stress ist ein alltägliches Gefühl, das von jedermann gefühlt, und dennoch anders empfunden und gemanagt wird. „Es ist alles rasend schnell geworden. Man versucht, mehrere Dinge nebeneinander zu erledigen, hat die Sorge, etwas ganz Wichtiges zu versäumen oder zu vergessen“, sagt Lanz. Deshalb sei es wichtig, den inneren Antreiber unter die Lupe zu nehmen und sich die Frage zu stellen, was einem wirklich fehlt, wenn ein Telefonat oder eine Information aus dem Internet nicht ankommt. „Setzen Sie sich also mit Ihren inneren Antreibern auseinander“, rät die psychologische Beraterin, denn: „Stress ist nicht vermeidbar, seine krankmachenden Folgen schon.“

Kontakt:
anna.lanz@inode.at, 0660/222 6330
Praxis: Hörgas 238, 8103 Gratwein-Straßengel
Die WOCHE-Expertin Anna Katharina Lanz zu "Wie wahr ist die Wahrheit?"

Die psychologische Beraterin und WOCHE-Expertin Anna Katharina Lanz

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