Glatt, verkehrt und noch mehr

Einige der engagierten Stricker- und Helferinnen: Ihre fertigen Produkte werden im Weberhaus gelagert, wo es auch ab und zu ein Treffen gibt.
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  • Einige der engagierten Stricker- und Helferinnen: Ihre fertigen Produkte werden im Weberhaus gelagert, wo es auch ab und zu ein Treffen gibt.
  • hochgeladen von Anneliese Grabenhofer

Stricknadeln klimpern im Takt zwischen den sich flink bewegenden Fingern, Wollknäuel reduzieren sich im Nu und der Socken, die bunte Haube, der rosafarbene Schal sind beinahe bis zur Hälfte fertig.
Wolle, am besten in Mischqualität, liegt für Socken, wiederum eine andere für die trendigen Boshi-Hauben bereit.
Was vor 13 Jahren mit dem Stricken von Schals begann, hat sich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Initiative in der Bezirks-hauptstadt entwickelt, wo sich auch die Gleisdorferin Erna Taschner als begeisterte Strickerin mit einbringt. Anfangs wollte man einen Weltrekord mit Schals erreichen bzw. das Geminihaus mit Schals umwickeln, so war die Idee. Schlussendlich wurden die Schals aber für einen guten Zweck verkauft.
Nach zwei Jahren etwa erweiterte man die Produktpalette auf Socken, Hauben, Pullover und Ponchos. Aus der anfangs sozial engagierten Gruppe gründete man 2005 die Volkshilfe Ehrenamt Ortsgruppe Weiz, die lange von Iris Thosold geleitet wurde.
„Socken und Hauben sind klar die Favoriten. Wir haben auch viele Stammkunden, die zu den Weihnachtsmärkten kommen“, sagt Karin Raminger als Leiterin der Gruppe. Sie weiß die Unterstützung durch die Bücherei Weberhaus zu schätzen. Denn auch hier ist ein Stand, wo man die Produkte das ganze Jahr über erwerben kann.
Raminger hat ihre Aufgabe von ihrer Vorgängerin Iris Thosold übernommen. „Ich hab immer beobachtet, mit wieviel Begeisterung die Frauen stricken. Mir war wichtig, diese tolle Idee der Iris weiterzuführen. Wenn man mit kleinen finanziellen Beträgen Familien helfen kann, erfüllt das einen mit Freude. Besonders am Herzen liegt mir die absolute Anonymität.“

Urgesteine
Elvira Schwarz, Annemarie Bauer und Traude Gatschelhofer sind echte Urgesteine in der Gruppe. Ohne Stricken, sagen sie, könnte man gar nicht sein. „Stricken ist unser Hobby, ist beruhigend und entspannend, zudem ist es für einen guten Zweck und das Geld bleibt in der Region“, so die Frauen, aus deren Augen und Mund echte Leidenschaft für das Handwerk Stricken spricht.
„In jedem Paar Socken sind sechs Stunden von mir drinnen“, sagt Annemarie Bauer, die Socken und vor allem viele Hauben strickt. Unterschiedliche Hauben. Da sind auch solche für Krebskranke darunter, aus anschmiegsamem Garn, bunt oder uni, die Auswahl ist groß.
Unterschiede gibt es sowohl bei Wolle als auch Nadeln. Bei den Socken ist es wichtig, strapazfähige Garne und Wolle zu verwenden. Für den Winter ist da eine Mischung mit Schurwolle ideal.
„Stricken muss man einfach gerne tun, sonst wird es nichts. Ich stricke hauptsächlich am Abend vor dem Fernseher, das sind immer einige Stunden“, sagt Brigitte Hafner und lächelt: „Natürlich darf ich dazwischen nicht auf die Streicheleinheiten für meinen Mann vergessen.“
Einige nehmen Garn oder Wolle sogar in den Urlaub mit, um Entzugserscheinungen vorzubeugen.
Gestrickt wird hauptsächlich daheim und das ganze Jahr über, jedoch ist die Bücherei Weberhaus zentrale Anlaufstelle. Zudem steht den Strickerinnen ein Raum für Treffen zur Verfügung. Denn auch Erfahrungsaustausch ist wichtig. Zudem will man über die neuesten Trends sprechen.

Volkshilfe Ehrenamt Ortsgruppe Weiz

Geleitet wird die Strickerinnengruppe der Volkshilfe Ehrenamt Ortsgruppe Weiz mit 25 Leuten (Strickerinnen und Helferinnen) von Karin Raminger.
Kontakt: 0676/870331510
Dankbar ist man für die Unterstützung mit Wollresten bzw. Wolle.
Abgeben kann man diese gerne in der Bücherei Weberhaus während der Öffnungszeiten.
In der Vorweihnachtszeit ist man mit einem Stand beim Weizer Christkindl-markt präsent und beim Weihnachtsmarkt im Seniorenzentrum der Volkshilfe Weiz.
Produkte: Handschuhe, Hauben, Socken, Schals, Stirnbänder, Pulswärmer, Nackenrollen. Mit den Erlösen der gestrickten Produkte wird Familien in der Region, wo Not im kleineren Rahmen vorhanden ist, völlig anonym geholfen.

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