Hilfe bei der Schulwahl nach der Volksschule

Ein Begabungs-Check soll die Wahl der zukünftigen Schullaufbahn erleichtern.

Das Problem: Unser Bildungssystem verlangt viel zu früh eine Entscheidung über den weiteren Bildungsweg unserer Kinder. Bereits in der 4. Klasse Volksschule müssen sich die Eltern entscheiden, ob sie die Kinder in einer AHS oder in die Hauptschule etc. anmelden wollen – in vielen anderen Ländern spaltet sich der Weg erst nach dem 8. Schuljahr.

Problem der Schulwahl
Die einzigen Entscheidunghilfen waren bisher der Wunsch des Kindes, die Einschätzung der Eltern, der Rat der LehrerIn bzw. die Zeugnisnoten.
Besonders im Raum Gleisdorf strömte alles ins Gymnasium, wo sich aber nicht für alle SchülerInnen der gewünschte Lernerfolg einstellte.
Noten sind zwar ein wichtiges Kriterium, sagen aber über die Potentiale eines Menschen wenig aus. Das Wissen über die Potentiale des eigenen Kindes kann eine große Hilfe für die Planung des weiteren Bildungsweges sein.

Erstmalig in der Steiermark
Ausgehend von der Volksschule Gleisdorf, der Hauptschule sowie dem Gymnasium und mit der Unterstützung der Stadtgemeinde Gleisdorf wurde in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule und den Volksschulen der näheren Umgebung – Wetzawinkel, Prebuch, Flöcking, Labuch – das Projekt „Nahtstelle VS HS AHS“ ins Leben gerufen.

Nahtstellenprojekt
Bei diesem Projekt geht es darum, den Eltern Entscheidungshilfen bei der Auswahl der Schule zu geben. Mit Hilfe von Reflexionsbögen für Schüler, Lehrer und Eltern, die von einem Fachteam der Pädagogischen Hochschule Graz ausgearbeitet wurden, sollen die Potentiale der Kinder transparent gemacht werden.
Projektstart jetzt
Der erste Teil des Projektes begann jetzt mit März in den dritten Klassen. Zwei Monate lang beobachten sich die Kinder selbst, checken die Eltern das Lern- und Sozialverhalten und reflektieren die Lehrer.
Dann werden die Auswertungsbögen unabhängig voneinander ausgefüllt und zu einem Ergebnis verschmolzen.

Zum Wohle der Kinder
Die Teilnahme ist freiwillig. Für Eltern entstehen keine Kosten. An der Volksschule Gleisdorf nimmt derzeit rund ein Drittel der SchülerInnen daran teil.
Gibt es in einem Bereich Schwächen, bleibt noch Zeit und Gelegenheit, zu üben bzw. zu trainieren. Dafür steht bei Bedarf eine Lerntherapeutin zur Seite, deren erstes Beratungsgespräch kostenlos ist, wenn es über die Schule angemeldet wird.
Das gleiche Procedere wird nochmals im ersten Semester der 4. Klasse wiederholt.
Hier kann auch verglichen werden, ob eine Entwicklung erfolgt ist.
Das endgültige Ergebnis wird dann bei einem Elternsprechtag besprochen, kurz bevor die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen abzugeben sind.
Gewünscht wird, dass sich das Projekt weiter über die Steiermark ausdehnt – zum Besten der Kinder.

Autor:

Monika Bertsch aus Weiz

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