Hoffen auf ein Wunder

Vor dem Steiner Schulgebäude vergnügen sich diese fröhlichen Schüler. Ab Herbst weht auch für sie ein anderer Wind.
  • Vor dem Steiner Schulgebäude vergnügen sich diese fröhlichen Schüler. Ab Herbst weht auch für sie ein anderer Wind.
  • hochgeladen von Waltraud Wachmann
Wo: Stein , 8282 Stein auf Karte anzeigen

Um das Schließen der Schule zu verhindern, werden Rechtsmittel ausgelotet.
Die Schließung der einklassig geführten Volksschule Stein mit derzeit 13 Schülern fällt dem regionalen Bildungsplan zum Opfer (die WOCHE hat berichtet). Mittlerweile liegt auch der dazugehörige Beschluss der Landesregierung, abgesegnet mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP (Landesrat Gerhard Kurzmann stimmte dagegen), vor. Die zuständige Fachabteilung leitet nun das Schließungsverfahren ein.

Kampf um Schulerhalt
Während der Steiner Bürgermeister Johann Fuchs, ebenso wie sein Kollege Karl Trummer in Glojach um den Schulerhalt kämpfen und sich mit Betroffenen vernetzen wollen, will sich der Bürgermeister von St. Stefan, Johann Kaufmann, bezüglich der Volksschulschließung in Trössengraben einer gemeinsamen Vorgehensweise vorerst nicht anschließen.
Sofort nach Bekanntwerden des Vorhabens nahm Steins Ortschef mit Bürgermeistern von ebenfalls von Schulschließungen bedrohten Gemeinden Kontakt auf.
„Die einzige Chance, die wir haben, ist, dass sich Betroffene vernetzen. Bei Beratungen, mit denen wir in dieser Woche beginnen, werden wir uns über eine sinnvolle Vorgehensweise einigen. Fest steht, dass wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen. Denkbar sind Proteste, Unterschriftenaktionen und natürlich das Ausschöpfen sämtlicher Rechtsmittel. Zunächst müssen wir aber abwarten, wie das Land weiter vorgeht. Wir werden auf jeden Fall unser Äußerungs- und Einspruchsrecht wahrnehmen“, engagiert sich Fuchs.

Rund 500 Unterschriften
Beim in Stein einberufenen Elternabend zeigten sich auch die Eltern über den bevorstehenden Verlust des Schulstandortes empört und sicherten Fuchs ihre Unterstützung im Kampf um den Schulerhalt zu. Fuchs hegt die Befürchtung, dass die Schließung der Schule auch die Schließung des Kindergartens zur Folge haben könnte. Einsparungen kann er, ebenso wie sein Glojacher Kollege, nicht erkennen. „Schülertransport und Schulgeldzahlungen werden der Gemeinde kaum weniger kosten als der Erhalt unserer Schule“, so Johann Fuchs.
In Glojach fanden zwei Elternabende statt und eine Unterschriftenaktion wurde ebenfalls gestartet. „Wir haben rund 500 Befürworter, die für die Weiterführung der Volksschule Glojach unterschrieben haben. Diese Unterschriften ergehen als Petition an den Steirischen Landtagspräsidenten“, gibt sich Karl Trummer noch nicht geschlagen.

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