Damit die Pflege ein Tätigkeitsfeld mit Zukunft wird
Ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter erhebe die Stimme für das Pflegepersonal!

Haben sichtlich Spaß Erich Timischl/Ehrenamtlicher mit Bewohner Markus Adam
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In den Medien drängen die Fragen der Pflege immer mehr und mehr in den Vordergrund. Eine faire Entlohnung der Pflegekräfte und mehr Zeit für die ihnen Anvertrauten stehen an oberster Stelle. Erstrangig wären für die Pflegemannschaft spürbare Personalausbauschritte.

Wichtig wäre auch ein einheitliches System: „Jedes Bundesland hat eigene Regeln - etwa beim Personalschlüssel -, leisten muss man aber überall das Gleiche.“ Denn was die Pflegerinnen und Pfleger bei ihrer überaus fordernden und emotionalen Schwerstarbeit leisten, weiß nur der, der wie ich nahezu täglich meine Mutter besucht und sich um andere ins Herz geschlossene Menschen im Pflegewohnhaus kümmert. Darum wäre es höchste Zeit, diesem Thema ernstlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders in dieser Zeit, wo der Wahlkampf der Parteien bald an Fahrt aufnehmen wird.
Vergessen Sie auch eines nicht: Auch wir werden bestimmt einmal Pflege und Betreuung brauchen. „Da müssen wir einfach hinschauen!“ Jedoch wollen die meisten Menschen nicht mit Demenz, Hinfälligkeit, Abhängigkeit von Pflegepersonal und letztendlich auch mit dem Thema Sterben konfrontiert werden.

Nach der Absolvierung des spanischen Jakobsweges habe ich mich aller meiner Verpflichtungen befreit und widme mich mittlerweile seit 3 Jahren mit Freude und persönlicher Überzeugung Sozialem, u.a. als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Pflegewohnhaus Fernitz. Mein Lohn dafür ist die Dankbarkeit der Bewohner.

Hochachtung vor all denen, die diesen Beruf gewählt haben, der so anstrengend ist und vor allem viel Herzensgüte erfordert. Pflege ist aus meiner Sicht gewiss eine unbezahlbare Aufgabe, zumal es kein Job ist, bei dem man immer abschalten kann, wenn man nach Hause geht. Der Umgang mit dem Tod ist dort allgegenwärtig. Außerdem haben die Pflegerinnen und Pfleger kaum planbare Freizeit. Manches Mal müssen sie an freien Tagen spontan Dienste übernehmen. Dadurch wird auch das Image des Berufes nicht verbessert.

Pflege ist daher die soziale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Es geht nämlich vor allem um die Verantwortung der Politik, die Qualität und Menschlichkeit durch einen akzeptablen Personaleinsatz zu erhöhen. Sicherlich spielt auch die Entlohnung bei der Frage der Arbeitszufriedenheit eine Rolle.

Die Situation in der Sozialwirtschaft hat sich auch deshalb hochgeschaukelt, weil die Pflege derzeit eines der brisantesten politischen Themen ist. Schon jetzt sind 450.000 Menschen in Österreich pflegebedürftig, bis 2050 sollen es laut Schätzungen 750.000 sein. Die Regierung will bis Jahresende ein Pflegekonzept vorlegen.
Auch die Arbeitgeber wollen bessere Arbeitsbedingungen. Die Pflegehäuser sind aber davon abhängig, welche Zuschüsse sie von Ländern und Gemeinden bekommen. Diese Kostensätze würden zwar fast jedes Jahr erhöht, aber nicht im erforderlichen Ausmaß. Manchmal wird nicht einmal die Inflation abgedeckt. Ganz allgemein gilt es, die Rahmenbedingungen für das Pflegepersonal zu verbessern.   Regionaut Erich Timischl

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