Maroni, heiße Maroni: Seit 48 Jahren im Geschäft

"Maroni, heiße Maroni" in Frohnleiten: Hermann Eisenberger ist Maronibrater mit Leib und Seele.
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  • hochgeladen von Nina Schemmerl

Herbstzeit ist auch Maronizeit: In Frohnleiten füllt ein echtes Urgestein Stanitzel für die Besucher.

Herbst ist, wenn sich die kühler werdende Luft mit dem süßen Röstaroma gebratener Maroni paart. Obwohl die Esskastanie bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist, sind Maronibrater eine Seltenheit. Ein echtes Original ist Hermann Eisenberger: Seit 48 Jahren sorgt er in Frohnleiten für volle Stanitzel.

"Ohne geht gar nichts"

"Die 50 mache ich noch voll, dann gehe ich in Altersteilzeit", scherzt Eisenberger, der sich ein Leben ohne den Stand eigentlich gar nicht vorstellen kann. Als gelernter Tischler hat er einst in eine Maronibrater-Familie eingeheiratet, Anfang der 1970er-Jahre dann einen eigenen Stand übernommen. Seither ist Eisenberger vom Hauptplatz nicht mehr wegzudenken. "Sieben Bürgermeister habe ich schon verköstigt. Es hat allen geschmeckt", sagt er. Und nicht nur ihnen: Stammkunden, die seit Jahrzehnten vorbeischauen, die Kinder von Fußballern, die er früher einmal trainiert hat, Touristen aus Fernost, denen er erklären musste, dass vor dem Genuss die Schale entfernt gehört, oder Promis wie Christine Neubauer waren schon hier. Ob er nach all den Jahren selbst noch Maroni essen mag? "Aber ja, ohne sie geht gar nichts. Wenn ich einmal anfange, kann ich nicht mehr aufhören."

Die gesunde Nussfrucht

Dabei steckt hinter der Maronibraterei viel Arbeit, vor allem aber Zeit und Fingerspitzengefühl. Die Qualität der Maroni spielt ebenso eine Rolle wie der optimale Einschnitt, das Holz und die richtige Temperatur zum Braten sowie der Punkt, an dem sie genau richtig nachgegart sind, um in die Stanitzel zu kommen. "Nur wenn das alles eingehalten wird, dann schmeckt auch die Maroni", weiß der Meister. Abgesehen vom Geschmack betont Eisenberger aber auch, wie gesund die Nussfrucht ist: Sie haben viele Ballaststoffe, Vitamine, stärken Nerven- und Immunsystem, und im Gegensatz zu Erdnuss und Co. enthalten sie kaum Fett. Hingreifen ist also durchaus erlaubt. "Da ist in einem Viertel alles drinnen, was der Körper braucht. Das hat auch schon Hildegard von Bingen gewusst. Die Bauern früher sowieso. Es war quasi ihr Brot und für viele wichtiger als der Erdapfel", sagt Eisenberger. Nichtsdestoweniger ist das Geschäft als Maronibrater nicht leicht. "Wenn es sich noch auszahlen würde, gäbe es noch mehr von uns. Aber ich mache es gerne. Außerdem ist es gesellig. Es kommen die Leute her, die was zu erzählen haben und was erzählt bekommen wollen."

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