mOSTwärts ... der erste Regionalentwicklungsverein des Landes

Die wundersam milde und weiche Gegend im Osten von Graz (Foto: Helmut Zach)
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  • Die wundersam milde und weiche Gegend im Osten von Graz (Foto: Helmut Zach)
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Wo: mOSTwärts, 8323 Sankt Marein bei Graz auf Karte anzeigen

Runde 25 Jahre, ein Vierteljahrhundert ist es her, dass einer der ersten Regionalentwicklungsvereine des Landes gegründet wurde. Damals scharte der gebürtige Vorarlberger Otto Köhlmeier, ein Theatermacher und Kulturschaffender, der sich einige Zeit zuvor in einer alten Mühle in der Einöde von Sankt Marein am Pickelbach niederließ, einige engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den Gemeinden zwischen Laßnitzhöhe und Studenzen um sich und gründete den Regionalentwicklungsverein „mOSTwärts“. Ein Verein, der zehn Jahre hindurch vorbildhaft zeigte, was ländliche regionale Entwicklung ausmacht.

In zahlreichen Vorarbeiten wurden damals, vor fünfundzwanzig Jahren, von dem Team um Otto Köhlmeier die Stärken und Schwächen der Region im Osten von Graz erhoben und wurde – basierend darauf – das Entwicklungs- und Zukunftspotential der Gegend erforscht und für weitere Maßnahmen fixiert. Es wurde der kreative Name „mOSTwärts“ entwickelt, ergänzt um den Sager „die sonnig-fruchtbaren Hügel im Osten von Graz“. Es wurde ein Logo erstellt, das unübersehbar und immer wieder auftauchte. In der Folge wurde ein Leitbild erarbeitet, das wesentliche Orientierungshilfe für das zukünftige Tun sein sollte, ehe dann ein Maßnahmenkatalog entstand, in dem all die Aktivitäten beschrieben und fixiert wurden, die man angehen und umsetzen wollte. Und die vielfach auch in der Zukunft (in den nächsten zehn Jahren) verwirklicht wurden. Von der regionalen Zeitung, der „mOSTpresse“, über die regionalen Genuss- und Erlebnisfeste, den Regions-Führer, den Graz-Präsentationen (aus denen sich „aufsteirern“ entwickelte), bis hin zum „mOST-Xpress“, dem „coolTOUR Nachtbus“ oder dem „mOSTwärts-Radweg“ (um nur einige zu nennen), wurden vom mOSTwärts-Team, das sich aus regionalen Landwirten, Direktvermarktern, Gastwirten, Buschenschenkern, Handwerkern, Kunsthandwerkern, Künstlern, Musikern … zusammensetze, zahlreiche Projekte realisiert. Als sich dann, um 2000, auf Grund der Bemühungen der mOSTwärts-Leute und nach zahlreichen Gesprächen mit den Zuständigen im Land, die Chance ergab, EU-Leader-Region zu werden, holte mOSTwärts (gezwungenermaßen) auch die Gemeinden, die Bürgermeister, ins Boot. Schließlich wurde man zur Leader-Region. Damit wurde die Arbeit, die sich zuvor (ehrenamtlich, ohne jede Bezahlung) an der Basis abspielte und von unmittelbar Betroffenen durchgeführt wurde, auf „amtliche Beine“ gestellt. Die Bürgermeister übernahmen den Vorsitz und die Verantwortung. Und von diesen wurden Manager angestellt und bezahlt, die die entsprechende Arbeit machen sollten. Dadurch kam es bei vielen der zuvor Aktiven zu einer Entfremdung mit der ursprünglichen Idee. Und viele davon, wie etwa Otto Köhlmeier, der eigentliche Initiator und Motor des Ganzen, zogen sich zurück.
Damals, vor fünfundzwanzig Jahren aber, da wurde vorbildlich demonstriert, was produktive regionale Entwicklung bedeutet.

Ein Interview mit Otto Köhlmeier, dem Initiator und Gründer von mOSTwärts, folgt gesondert.

Julia A. Meier

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