Nach Unwetter in Thal: Hochwasser birgt stets Gefahr

Land unter: Das Restaurant Thalersee stand, wie große Teile der Gemeinde auch, nach den letzten Unwettern unter Wasser.
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  • Foto: Berufsfeuerwehr Graz
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

150 überflutete Keller, eine Mure und Hangrutschungen: Regen sorgte in Thal für Ausnahmezustand.

Die Aufräumarbeiten dauern zum Teil noch an, die letzten starken Regenfälle spüren die Thaler nach wie vor. "Es war ein Regenereignis, das es noch nicht gegeben hat", erzählt der Thaler Bürgermeister Matthias Brunner. Der WOCHE berichtet er, wie stark seine Gemeinde in Mitleidenschaft gezogen wurde, und was künftig geplant ist, um solche Schäden zu verhindern.

Jahrhundertereignis

"In Thal wurden 150 Keller überflutet, eine Mure raste durch ein Haus, und Hangrutschungen, die es überhaupt nicht gegeben hat, machten uns Sorgen", verrät er. Zudem wurden Straßen und Bäche beschädigt. Es war eine Ausnahmesituation, die zehn Feuerwehren auf den Plan rief. "Zum Glück gab es ‚nur‘ Sachschäden. Wir hatten keine Verletzten", zeigt sich Brunner erleichtert.
Auch im benachbarten Grazer Bezirk Gösting waren die Auswirkungen schlimm. Der Leiter der Abteilung für Grünraum und Gewässer der Stadt Graz, Robert Wiener, erläutert: "Das letzte Ereignis war ein außerordentliches, das heißt, dass der Niederschlag stärker als HQ100 war." Dies ist ein sogenanntes Jahrhundertereignis, und aufgrund dessen sind die drei Rückhaltebecken Erlenbach, Schlosswiese und Thalersee planmäßig übergegangen.
"Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir diese Rückhaltebecken nicht hätten", sagt der Thaler Ortschef, der den Zusammenhalt in der Gemeinde besonders positiv hervorhebt. "Auch selbst betroffene Bürger haben ihren Nachbarn geholfen. Die gegenseitige Unterstützung war großartig, und ich möchte auch dezidiert den Feuerwehren danken."

Stauziel wird erhöht

Was kann man aber künftig tun, um solche Überschwemmungen und fatalen Folgen zu vermeiden? "Ich verstehe jeden Betroffenen, der von der Politik fordert, dass gehandelt wird", sagt Brunner und verweist darauf, dass bereits viel geschehen ist. "Im Zuge der Umgestaltung des Restaurants Thalersee wird in einem gemeinsamen Projekt mit den Gemeinden Thal und Graz, Land Steiermark und Bund das Stauziel erhöht und dem Hochwasserschutz ein wichtiger Stellenwert eingeräumt", führt der Bürgermeister aus.
Er betont jedoch, dass es bei solchen Regenereignissen nie einen 100-prozentigen Schutz geben kann. "Die Maßnahmen, die man setzen kann, werden realisiert, aber ab einer gewissen Niederschlagsmenge kann man das Wasser nicht rückhalten", rät Brunner dazu, sich bei Schäden an die eigene Versicherung und gegebenenfalls an das Land Steiermark zu wenden, das im Rahmen des Privatschadensausweises betroffenen Bürgern unter die Arme greift.

Land unter: Das Restaurant Thalersee stand, wie große Teile der Gemeinde auch, nach den letzten Unwettern unter Wasser.
Thals Bürgermeister Matthias Brunner: "Der Zusammenhalt war großartig. Sogar selbst Betroffene 
haben ihren Nachbarn geholfen."

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