Regionale Milch ist in aller Munde

Sind aus Überzeugung Direktvermarkter und Bergbauern: Christa und Anton Möstl aus Semriach vor einem Milchautomaten
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Auf rund 900 Metern Seehöhe zeigt sich Semriach von seiner schönsten Seite. Hier hochzukommen, dafür gibt es aber noch einen anderen, besonderen Grund: Am Bergbauernhof der Familie Möstl wird frische, naturbelassene Milch angeboten. Anlässlich des Weltmilchtages, der am 1. Juni gefeiert wird, blickt die WOCHE gemeinsam mit Christa und Anton Möstl auf die Milchwirtschaft im Wandel.

Aus Überzeugung Bergbauer

Rund 76 Liter Milch konsumiert der Österreicher im Schnitt pro Jahr. Und das Angebot an Milchprodukten ist reichhaltiger denn je. Nichtsdestoweniger erhalten heimische Milchproduzenten magere 34 Cent pro Liter. Davon müssen Arbeit, Tierpflege, Futter und allgemeine Kosten, etwa für den Stallbau, bezahlt werden. Gut 60 Prozent aller steirischen Milchviehbetriebe haben den Kostendruck in den letzten 20 Jahren nicht überlebt. "Wir sind aus Idealismus und Überzeugung Bergbauern. Anders würde es auch nicht gehen. Kein Tag ist wie der andere. Natürlich gab es viele Rückschläge. Und man zahlt viel Lehrgeld. Aber am Ende zahlt sich die Arbeit immer aus", sagt Anton Möstl, für den Landwirt kein Beruf, sondern eine Berufung ist. Seit 1996 ist der Hof ein Milchwirtschaftsbetrieb, davor war er ein Rindermastbetrieb. Als Standort ist der Hof allerdings schon seit dem Mittelalter urkundlich erwähnt und war wohl eine Zollstation.

Geheimnis des Geschmacks

Milch, das ist der Geschmack der Kindheit. Genau aus diesem Grund kommen Alt und Jung gleichermaßen auf und in den Genuss der Möstl-Milch. "Kinder wissen einfach, was guttut und schmeckt", sagt Christa Möstl. Die Rohmilch wird nicht (ultrahoch-)erhitzt, pasteurisiert oder homogenisiert. Dadurch bleibt der reine Geschmack erhalten. Die Kunden verarbeiten die Milch zu Topfen, Joghurt, Butter, Käse und Co. weiter. "Man merkt, dass die Leute wieder selbst etwas schaffen wollen. Sie holen die Milch ab und machen draus, was ihnen am besten schmeckt." Das Geheimnis ihrer guten Milch liegt in der Fütterung der Tiere. Um die Qualität der Frischmilch gewährleisten zu können, bekommen die 30 Kühe Grundfutter von umliegenden Bergwiesen und Mais aus eigenem Anbau. "Wir haben keine Hochleistungskühe, aber sie geben Milch mit Wiedererkennungswert. Geht es ihnen gut, geht es uns gut", sagt Christa Möstl. Und es schmeckt seit Generationen, denn die Möstls waren die Ersten, die in Graz einen Milchautomaten aufgestellt haben. Der steht heute noch in der Radegunder Straße und ist einer von vier. Der fünfte wird am 1. Juni aufgestellt. "Der Automaten-Boom hält an. Wir bekommen viele Anfragen, mehr aufzustellen", so Anton Möstl. Der Mix aus dem Geschmack der Region und Umweltschutz – die Milch kann nur mit mitgebrachten Flaschen geholt werden – macht es so erfolgreich. Dabei beliefern die Möstls zusätzlich kleine und große Kunden und bieten Direktvermarktung an. "Es ist schön, dass unsere Milch in aller Munde ist", lächelt Christa Möstl.

Alle Infos zum Hof

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Autor:

Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung

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