Graz-Umgebung
Schulbus-Lösung in Aussicht

Aufstockung der Busse soll solche Bilder in Zukunft verhindern. Auch zwischen Fernitz und Graz kam es zu übervollen Fahrzeugen.
  • Aufstockung der Busse soll solche Bilder in Zukunft verhindern. Auch zwischen Fernitz und Graz kam es zu übervollen Fahrzeugen.
  • Foto: Karer/Symbolfoto
  • hochgeladen von Alois Lipp

Kein Abstand im Bus von Fernitz nach Graz regt Eltern auf. Land lenkt ein, Lösung mit mehr Bussen geplant.

Große Aufregung herrschte vergangene Woche in der Gemeinde Fernitz-Mellach, aber nicht nur dort. Auslöser für die Debatte waren überfüllte Schulbusse, die vor allem zu den Stoßzeiten einen Corona-Mindestabstand unmöglich machen.

Abstand muss gegeben sein

"Wir haben unsere Kinder auf dem Schulweg begleitet, um uns selbst ein Bild von der Situation zu machen. Uns ist zwar bekannt, dass die Massenbeförderungsmittel von den Abstandsregeln ausgenommen sind, nachvollziehen können wir es für Ausnahmesituationen, aber nicht für den täglichen Schülertransport. Wir verstehen daher überhaupt nicht, dass es dafür keine Corona-bedingten Maßnahmen gibt", klagt Helmut Thier aus Fernitz-Mellach. Seine Kinder besuchen ein Gymnasium in Graz und pendeln täglich rund 30 Minuten auf engstem Raum.
Auch deshalb, weil diese untragbare Situation kein Einzelfall ist, sondern die gesamte Steiermark betrifft, hat sich jetzt auch der zuständige Landes-Verkehrsreferent eingeschaltet. „Wir sind uns der problematischen Situation, die aufgrund des Corona-Virus noch einmal verschärft wurde, bewusst. Als Ergebnis eines Gesprächs haben wir vereinbart, dass sich der Verkehrsverbund umgehend um eine Lösung bemüht. Klar ist: Dort, wo es möglich ist und großer Bedarf besteht, werden wir gemeinsam eine Lösung finden“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang (siehe auch S. 28).

Busbranche hätte Ressourcen

Diese Ankündigung freut auch die Omnibusbranche, die durch die Krise aktuell selbst mehr als gerüttelt wurde. "Die heimischen Reisebusunternehmer haben aufgrund des Corona-bedingten Stillstandes im Reiseverkehr genügend Kapazitäten frei, um das Platzproblem zu Spitzenzeiten zu beheben", sagt WKO-Branchenvertreter Kurt Matzer, der mit seinen Bussen selbst von Mellach täglich nach Graz fährt. Matzer bestätigt, dass im Linienverkehr zwar keine zusätzlichen Lenker und Omnibusse zur Verfügung stehen, jedoch ausreichend Reisebusse bereitgestellt werden können. Der Autobusunternehmer strebt auch eine langfristige Lösung der "untragbaren Situation" an. "Kurzfristig können wir jedoch in diesen schwierigen Zeiten schnell eine Lösung anbieten".

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